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Wie man zwischen Perlglanzpigment und Glitzer für Nägel wählt

Wie man zwischen Perlglanzpigment und Glitzer für Nägel wählt

Jun 09, 2026
Jerry Wang

Autor

Bei Kolortek arbeiten wir mit globalen Partnern zusammen, um innovative Pigmentlösungen zu entwickeln, die den sich wandelnden Marktanforderungen gerecht werden. Dank fortschrittlicher Fertigungstechnologien und strenger Qualitätskontrollen zeichnen sich unsere Produkte durch Beständigkeit, Leistungsfähigkeit und dauerhafte Zuverlässigkeit aus.

Jerry Wang

Auswahl zwischenPerlglanzpigmentBei Glitzer für Nagelapplikationen kommt es auf das optische Verhalten, die Verträglichkeit mit der Formulierung und das gewünschte Finish des Endprodukts an – nicht nur auf die Ästhetik.Schimmerndes PigmentpuderErzeugt einen gleichmäßigen, perlmuttartigen oder metallischen Schimmer durch die Einbettung feinster Partikel in den Nagellack, während Glitzer einzelne, intensive Funkelpunkte erzeugt, die auf oder im Film liegen. Dieser Artikel erklärt, wie sich die einzelnen Materialien in realen Nagellackformulierungen verhalten, wo sie sich gegenseitig beeinflussen und wie man sie gezielt kombiniert oder auswählt.

 

Der entscheidende optische Unterschied – und warum er alles andere bestimmt

Perlglanzpigmente wirken durch Dünnschichtinterferenz und Spiegelreflexion an der Oberfläche der Flocken. Wenn sich Glimmer- oder Borosilikatflocken parallel zum Untergrund ausrichten – wie es bei einem hochwertigen Nagellack oder Gel üblicherweise der Fall ist – erzeugen sie gemeinsam einen harmonischen, geschichteten optischen Effekt. Dadurch entstehen Tiefe, ein sanfter Schimmer oder das scharfe Leuchten einer Interferenzfarbe.

Glitzer funktioniert nach einem völlig anderen Prinzip. Jedes Partikel ist ein einzelner Spiegel. Ob aus PET, holografisch oder biologisch abbaubarer Zellulose – jedes Partikel fängt das Licht unabhängig voneinander in einem bestimmten Winkel ein und reflektiert es. Das Ergebnis ist ein kontrastreiches Funkeln, das aus der Ferne sichtbar ist, anstatt des flächigen Glanzes von Perlglanz.

Keine der beiden Methoden ist besser. Sie dienen unterschiedlichen Wahrnehmungsergebnissen. Zu wissen, welches Ergebnis man anstrebt, ist der erste Schritt.

 

Formulierungsverhalten: Wie sich die einzelnen Bestandteile im Nagelsystem verhalten

PerlglanzpigmenteOb auf natürlichem Glimmer, synthetischem Fluorphlogopit oder Borosilikat – die Partikel sind in der Regel fein genug, um sich sauber in Nagellack, Gelbasis oder Dip-Pulver-Systeme einzuarbeiten. Die Partikelgröße reicht von unter 15 µm für seidenmatte Pulver bis zu mehreren hundert Mikrometern für intensiv glitzernde Varianten. Kleinere Partikel integrieren sich gleichmäßig, größere erzeugen eine sichtbare Flockenstruktur. Die Ausrichtung der Flocken während der Filmbildung ist entscheidend: Ein dickerer, nasser Film, der langsam trocknet oder aushärtet, ermöglicht eine bessere parallele Ausrichtung, was zu einem stärkeren Perlglanzeffekt führt.

Die Dispersion ist in der Regel unkompliziert. Perlglanzlacke auf Glimmerbasis neigen in niedrigviskosen Lacksystemen nicht zu starker Agglomeration. Bei Gel-Überlacken oder Gel-Nagellacken sollte man jedoch die Lösungsmittelstabilität des jeweiligen Produkts überprüfen – einige eisenoxidbeschichtete Serien eignen sich besser für aromatische oder Ester-Lösungsmittel als andere. Synthetische Glimmersorten weisen im Allgemeinen eine höhere chemische Stabilität und eine bessere Beständigkeit gegen Farbveränderungen in UV-härtenden Systemen auf.

FunkelnDas Verhalten in denselben Systemen ist sehr unterschiedlich. Die Partikel sind im Verhältnis zur Filmdicke groß – herkömmliche Nagelglitzerpartikel weisen eine Größe von etwa 100 µm bis 3 mm auf. Das bedeutet, dass sie sich nicht vollständig in dünne Lackfilme einbetten; sie stehen über die Oberfläche hinaus oder benötigen eine dicke Gelschicht zur Einkapselung. In der Praxis beeinträchtigt dies die Auftragstextur, die Haftung des Überlacks und die langfristige Absplitterfestigkeit.

Wichtig zu wissen: Die Lösungsmittelbeständigkeit von Glitzer ist ein entscheidender Faktor und keine Selbstverständlichkeit. Standard-PET-Glitzer vertragen Aceton bei kurzer Einwirkzeit, können sich aber bei längerem Einweichen verformen oder ablösen. Biologisch abbaubare Glitzer – auf Zellulose- oder PLA-Basis – weisen oft unterschiedliche Lösungsmittelbeständigkeitsprofile auf. Daher sollten Sie diese vor der endgültigen Festlegung einer Rezeptur mit Ihrer spezifischen Gel- oder Lackzusammensetzung testen.

nail effect pigment

Partikelgröße und ihre tatsächliche Auswirkung auf das Nagellackfinish

Bei Perlglanzpigmenten in Nagellacken ist der Zusammenhang zwischen Partikelgröße und Wirkung einheitlich und vorhersehbar:

PartikelgrößenbereichVisueller EffektTypische Nagelapplikation
<15 μmSatin, sanfter GlanzNagellack, Gelfarbe
15–60 μmStrahlender SchimmerGel-Nagellack, Dip-Pulver
60–150 μmIntensives FunkelnGel-Decklack, Chrompulver
150 μm+Grobe Flocken, Makro-GlitzerNagelkunst, verkapseltes Gel

Bei Glitzerpartikeln entscheidet die Partikelgröße darüber, ob es sich um einen tragbaren Nagellack oder ein Produkt für Nagelkunst handelt. Feiner Laserglitter (35–100 µm) lässt sich gut in Gelsysteme integrieren und sorgt für eine akzeptable Decklackglätte. Partikel über 500 µm eignen sich im Wesentlichen für Nagelkunst – sie werden eingebettet, nicht verteilt.

 

Die Art der Bewerbung ist wichtiger, als die meisten Menschen annehmen.

Das Auftragen von Chrompulver – das Aufreiben einer feinen Perlmutt- oder Metallpigmentschicht auf eine klebrige Gelschicht – erzeugt Spiegel- oder Chromeffekte, da die mechanische Einwirkung die Partikel zusätzlich parallel zur Nageloberfläche ausrichtet. Dies ist ein einzigartiger Anwendungsfall, bei demPerlmutt-GlimmerpulverEs verhält sich eher wie eine Oberflächenbehandlung als wie ein Dispersionszusatz. Die Ergebnisse (Spiegelnägel, Aurora-Effekte, Katzenaugen-Effekte mit Magnetpudern) sind mit Glitzer nicht zu erzielen.

Glitzer kann diesen Effekt nicht erzielen. Seine Geometrie und Größe erlauben schlichtweg nicht die Ausrichtung der Partikel, die eine durchgehende, reflektierende Oberfläche erzeugt. Wenn Sie Produkte für Spiegelnägel oder Gelsysteme mit Chromfinish entwickeln, ist Glitzer kein Ersatz – es handelt sich um eine völlig andere Produktkategorie.

In der Praxis verwenden viele professionelle Nagelsysteme beides: eine Perlmuttpigmentbasis für Farbtiefe und -gleichmäßigkeit, ergänzt durch Glitzer für funkelnde Akzente. Die Herausforderung besteht darin, dass große Glitzerpartikel die für den Perlmutteffekt notwendige gleichmäßige Filmbildung beeinträchtigen können. Das Schichten – Perlmutt in der Farbschicht, Glitzer im Überlack oder Gel-Überlack – erhält beide Effekte in der Regel besser als das Mischen in einer einzigen Formel mit hoher Konzentration.

 

Regulatorische und sicherheitstechnische Überlegungen für die Verwendung in Kosmetika

Nagelprodukte, die in der Nähe der Haut und der Nagelhaut angewendet werden, unterliegen in den meisten Märkten den Kosmetikvorschriften. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Materialauswahl.

Perlglanzpigmente auf Basis von Glimmer (CI 77019), Titandioxid (CI 77891), Eisenoxiden und ähnlichen Farbstoffen sind gemäß EU-Verordnung 1223/2009 und FDA 21 CFR Teil 73/74 grundsätzlich zugelassen, sofern sie in Kosmetikqualität mit entsprechender Dokumentation geliefert werden. Synthetisches Fluorphlogopit ist ebenfalls zugelassen. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Lieferant vollständige Angaben zur Zusammensetzung und relevante Sicherheitsdaten bereitstellt – Chargenanalysen, REACH-Konformität und Schwermetalluntersuchungen sind Mindestanforderungen.

Die Regulierung von Glitzerprodukten entwickelt sich stetig weiter. Die EU-Beschränkungen für Mikroplastik (ECHA-Rahmenwerk für besonders besorgniserregende Stoffe) haben PET-basierte Glitzerprodukte verstärkt in den Fokus gerückt. Biologisch abbaubare Alternativen wie Celluloseacetat und PLA tragen der Umweltbelastung entgegen, erfordern jedoch unabhängige Nachweise hinsichtlich ihrer biologischen Abbaubarkeit und kosmetischen Unbedenklichkeit. Insbesondere bei Nagelsystemen sollte vor der Produktion die Lösungsmittelbeständigkeit des jeweiligen biologisch abbaubaren Glitzers in Bezug auf die Zusammensetzung der Formulierung geprüft werden.

Holografische Glitzerpartikel bringen zusätzliche Komplexität mit sich: Die diffraktive Gitterschicht kann in manchen Konstruktionen Materialien enthalten, die nicht explizit in den Anhängen zu kosmetischen Farbstoffen aufgeführt sind. Überprüfen Sie daher die gesamte Konstruktion, nicht nur das Basissubstrat.

 

Die richtige Wahl treffenNagel-Effekt-PigmentTyp: Ein Entscheidungsrahmen

Die Auswahlfrage besteht eigentlich aus einer Reihe kleinerer Fragen:

DesignabsichtEmpfohlenes MaterialAnmerkungen
Glatte Perlmutt- oder Satin-OberflächeFeines Perlglanzpigment (<25 μm)Silberweiß-, Interferenz- oder Goldserien
Spiegel-/Chrom-NageleffektMetallisches Perlmuttpulver, Aurora-Pulver oder AluminiumpasteTrocken auf die klebrige Schicht aufgetragen, nicht dispergiert
Irisierender / FarbwechseleffektInterferenzperle, Chromashift- oder ChamäleonpigmentDer Effekt hängt von der Grundfarbe ab; am besten auf dunklem Untergrund.
Hochkontrastiger GlanzFeiner bis mittlerer Glitzer (35–200 μm)Holografischer Glitzer für Regenbogenfunkeln
Nagelkunst / dekorativer AkzentGeformter Glitzer, grober Glitzer, luxuriöser DiamantglitzerSterne, Streifen, Kreise – Verkapselung erforderlich
Katzenaugen-/Magneteffekt3D-Katzenaugen-MagnetpigmentBenötigt Magnet während der UV-Aushärtung
Funktionaler Effekt (Farbwechsel)Thermochromes oder photochromes PigmentBeladungsgrad und Grundrezeptur sind entscheidend.
NachhaltigkeitsprioritätBiologisch abbaubarer Glitzer (Zellulose / PLA)Überprüfen Sie die Lösungsmittelbeständigkeit Ihres Systems.

 

Perlmutt und Glitzer kombinieren: Wo es funktioniert und wo nicht

Das Mischen von Perlglanzpigmenten und Glitzer in einer einzigen Formel ist technisch machbar, doch das Mischungsverhältnis ist entscheidend. Bei hohen Glitzerkonzentrationen unterbrechen die einzelnen Partikel die durchgehende, reflektierende Oberfläche, die Perlglanzpigmente für ihren charakteristischen Tiefeneffekt benötigen. Das Ergebnis wirkt oft eher unruhig als luxuriös.

Ein kontrollierterer Ansatz: Perlglanzpigment als Hauptbestandteil im Unterlack oder Farblack verwenden und Glitzer als separate Schicht auftragen – entweder in einem Decklack-Gel oder auf den noch feuchten Lack vor dem Aushärten aufgepresst. So bleibt die optische Integrität beider Materialien erhalten. Perlglanzpigmente auf Borosilikatbasis mit ihren größeren, glatten Flocken und ihrer hohen Transparenz ergänzen Glitzer bei moderater Dosierung eher, als dass sie mit ihm konkurrieren.

Feine holografische Glitzerpartikel (im Bereich von 35 μm) lassen sich in geringen Konzentrationen direkt mit Perlglanzdispersionen mischen, ohne die Ausrichtung der Flocken wesentlich zu beeinträchtigen. Bei dieser Größe verschwimmt die Grenze zwischen feinem Glitzer und grobem Perlglanzpigment ohnehin.

 

Häufig gestellte Fragen

Können Perlmuttpigmente in UV-Gel-Nagelsystemen verwendet werden?

Ja, aber prüfen Sie die UV-Stabilität Ihrer spezifischen Sorte. Synthetische Glimmersorten (Fluorphlogopit) und Borosilikat-Sorten weisen im Allgemeinen eine bessere Stabilität unter UV-Härtungszyklen auf als einige natürliche Glimmervarianten mit organischen Farbstoffbeschichtungen. Eisenoxid- und TiO₂-beschichtete Sorten sind typischerweise stabil. Führen Sie stets Aushärtungshemmungstests durch – hohe Pigmentkonzentrationen können die UV-Strahlung abschirmen und die Aushärtungstiefe beeinträchtigen.

Worin besteht der Unterschied zwischen Schimmerpigmentpulver und Chrompulver für die Nägel?

Schimmerndes Pigmentpulver wird in die Formel eingearbeitet und entfaltet seine Wirkung im gesamten Film. Chrompulver – typischerweise ein sehr feines Metallic- oder Aurora-Pigment – ​​wird trocken auf eine klebrige, noch nicht ausgehärtete Geloberfläche aufgetragen und einpoliert. Durch das mechanische Reiben richten sich die Partikel aus und erzielen eine nahezu spiegelnde Reflektivität. Es handelt sich um unterschiedliche Auftragstechniken, nicht nur um unterschiedliche Materialien. Man kann nicht einfach ein herkömmliches Schimmerpulver für eine trockene Chromapplikation verwenden und dasselbe Ergebnis erwarten, und umgekehrt.

Ist Glitzer unbedenklich für die Verwendung in Nagelprodukten, die in der Nähe der Nagelhaut aufgetragen werden?

Standard-PET-Glitzer ist in den meisten regulatorischen Rahmenbedingungen nicht als Kosmetikprodukt zugelassen – er ist zwar für die Anwendung auf Nägeln als Oberfläche zugelassen, jedoch nicht für den Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten. Bei Nagelprodukten mit Hautkontakt sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Glitzerlieferant eine Zertifizierung für Kosmetikprodukte und entsprechende Sicherheitsdokumente vorlegt. Biologisch abbaubare Glitzerprodukte in Kosmetikqualität mit Zulassung für Gesicht, Lippen und Nägel sind erhältlich und stellen die sicherere Option für Produkte dar, bei denen ein gelegentlicher Hautkontakt zu erwarten ist.

Funktionieren Interferenzperlenpigmente auf hellen Nageluntergründen?

Interferenzpigmente – die Farbe durch optische Effekte in dünnen Schichten und nicht durch Absorption erzeugen – zeigen ihre charakteristische Interferenzfarbe typischerweise am deutlichsten auf einem dunklen oder schwarzen Untergrund. Auf einem hellen oder weißen Untergrund verblasst die Interferenzfarbe, und das Pigment erscheint als nahezu weißer oder farbloser Schimmer. Wenn Ihre Formulierung einen hellen Untergrund verwendet und Sie die Interferenzfarbe erhalten möchten, erhöhen Sie die Farbmenge deutlich oder tragen Sie das Pigment über einer Schicht mit dunklem Unterton auf. Alternativ können Sie ein absorbierendes Perlglanzpigment (Gold-, Metallglanz- oder Multicolor-Serie) wählen, dessen Farbwirkung nicht vom Untergrundkontrast abhängt.


Für technische Muster, Formulierungsrichtlinien oder produktspezifische Dokumentationen zu den oben genannten Produkten wenden Sie sich bitte direkt an das technische Team von Kolortek untercontact@kolortek.com.

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