Kurzantwort
Bei der Debatte um feine versus grobe Perlglanzpigmente ist die Partikelgröße der mit Abstand wichtigste Parameter für den visuellen Effekt – und eine falsche Wahl kostet weit mehr als eine Neuformulierung. Feine Perlglanzpigmente (1–25 μm) sorgen für eine seidige Deckkraft und Textur, ideal für Kosmetika und Offsetdruckfarben, während grobe Sorten (100–250+ μm) einen dramatischen Glanz und einzelne, sichtbare Flocken erzeugen, die sich für dekorative Kunst und Spezialverpackungen eignen.Perlglanzpigment Führungerklärt genau, wiePartikelgrößenverhaltenVerschiebungen über das gesamte Spektrum hinweg – damit Sie von Anfang an die richtige Note für Ihre Bewerbung auswählen können.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die Partikelgröße bestimmt den visuellen Kompromiss:Feine Körnungen (1–25 μm) erzeugen seidenmatten Glanz und hohe Deckkraft; grobe Körnungen (100–250+ μm) erzeugen maximalen Glanz, aber eine geringe Deckkraft.
- Die Scherempfindlichkeit skaliert mit der Partikelgröße:Grobe Blutplättchen sind bei Mischvorgängen mit hoher Scherkraft deutlich bruchgefährdeter – ihr Schutz während der Verarbeitung ist daher entscheidend für den Erhalt des Glitzereffekts.
- Die Leistung bestimmt die Note:Offsetdruckfarben erfordern aufgrund der geringen Schichtdicke feine Körnungen; Siebdruckfarben hingegen vertragen gröbere Körnungen. Eine falsche Handhabung führt zu Druckfehlern.
- Der mittlere Bereich (10–60 μm) ist das Arbeitspferd der Industrie:Dieses Sortiment umfasst Basislacke für Automobile, allgemeine Kosmetikprodukte und Kunststoffe – und bietet ein ausgewogenes Verhältnis von Glanz und Deckkraft.
- Der regulatorische Kontext ist wichtig:Die EU-Vorschriften für Mikroplastik zielen direkter auf gröbere Partikel vom Glitzertyp ab als auf feine Perlenpartikel, wodurch die Partikelgröße zu einem Kriterium für die Einhaltung der Vorschriften wird – und nicht nur zu einem ästhetischen.
Warum die Partikelgröße die entscheidende Variable für die Leistung von Perlglanzpigmenten ist
Die meisten Formulierer denken bei Perlglanzpigmenten an Farbe – Gold, Silber, Interferenzviolett –, doch die Farbe ist nur die halbe Wahrheit. Der visuelle Charakter eines jeden Perlglanzeffekts wird gleichermaßen von der physikalischen Größe der in Ihrem Medium suspendierten Pigmentplättchen bestimmt. Bei Kolortek haben wir nach über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Herstellung von Effektpigmenten für natürliche Glimmer-, synthetische Glimmer-, Borosilikat-, Siliciumdioxid- und Aluminiumoxidsubstrate ein immer wiederkehrendes Muster beobachtet: Formulierer, die die Partikelgröße falsch wählen, haben Schwierigkeiten, unabhängig davon, wie gut Farbe oder Substrat ausgewählt sind.
Perlglanzpigmente funktionieren durch optische Interferenz in mehreren dünnen Schichten. Ein flaches, transparentes Plättchen – beispielsweise aus Glimmer oder Glas – wird mit Metalloxiden hoher Brechungsindex wie Titandioxid (TiO₂) oder Eisenoxid beschichtet. Die flache Geometrie des Plättchens ermöglicht spiegelnde Reflexion, die den Perlglanz erzeugt. Die Partikelgröße bestimmt, wie viel der nutzbaren, flachen Oberfläche im Betrachtungswinkel innerhalb des Films liegt – und damit direkt, ob ein sanfter, seidenmatter Schimmer oder ein explosiver, glitzernder Blitz zu sehen ist.
Ein weit verbreiteter Irrtum, der hier widerlegt werden sollte: Größere Partikel sind nicht einfach nur „glitzernder“ als feine Partikel. Sie stellen ein völlig anderes optisches Phänomen dar. Feine Partikel erzeugen viele kleine, spiegelnde Reflexionen, die sich zu einer gleichmäßigen, flächigen Leuchtkraft mitteln. Grobe Partikel erzeugen weniger, aber viel größere Reflexionen – einzelne sichtbare Partikel fangen das Licht ein und werfen es weiter. Diese Effekte lassen sich nicht stufenlos als „mehr oder weniger“ beschreiben; es handelt sich vielmehr um qualitativ unterschiedliche Effekte, die verschiedenen Gestaltungszielen dienen.

Die physikalischen Hintergründe des Unterschieds zwischen feinen und groben Perlglanzpigmenten
Spiegelnde vs. diffuse Reflexion
Spiegelnde Reflexion – die klare, gerichtete, spiegelähnliche Reflexion von Licht an einer glatten Oberfläche – ist die Ursache für den Glanz von Perlmutt. Größere Plättchen bieten mehr ununterbrochene, ebene Oberfläche pro Partikel und erzeugen so stärkere Spiegeleffekte. Deshalb zeigen grobkörnige Körnungen diesen dramatischen Glanz einzelner Plättchen, den feine Körnungen nicht erreichen können.
Diffuse Reflexion hingegen streut das Licht von rauen oder unebenen Oberflächen in verschiedene Richtungen und reduziert den Glanz, während sie gleichzeitig ein mattes, kreidiges Aussehen verstärkt. Partikelbruch – ein reales Risiko bei der Verarbeitung unter hoher Scherung – wandelt spiegelnde Reflektoren in diffuse Streuer um. Daher ist der Schutz der Plättchenintegrität während der Formulierung unerlässlich, insbesondere bei grobkörnigen Partikeln.
Seitenverhältnis: Der versteckte Leistungsfaktor
Das Aspektverhältnis, also das Verhältnis von Durchmesser zu Dicke eines Plättchens, ist ein entscheidender, aber oft unterschätzter Leistungsparameter. Höhere Aspektverhältnisse führen im Allgemeinen zu besserem Glanz, da in einem getrockneten Film mehr Oberfläche des Plättchens parallel zur Substratoberfläche liegt. Dadurch wird der Anteil des Lichts maximiert, das im idealen Winkel für spiegelnde Reflexion einfällt. Die Wahl des Substrats beeinflusst dies direkt: Synthetische Glimmerplättchen (Fluorphlogopit) bieten im Vergleich zu natürlichem Glimmer eine höhere Reinheit und bessere Transparenz. Dadurch können die durch TiO₂-Beschichtungen erzeugten Interferenzfarben – unabhängig von der Partikelgröße – mit größerer Leuchtkraft zur Geltung kommen.
Größenvergleich von Perlglanzpigmenten: Referenztabelle für das gesamte Farbspektrum
| Partikelgröße (μm) | Visueller Effekt | Textur / Haptik | Verbergen Macht | Typische Anwendungen |
|---|
| 1–15 | Satin, glatt, hohe Deckkraft | Sehr fein, seidig | Hoch | Foundation, Hautpflege, Industriebeschichtungen |
| 5–25 | Feiner Glanz | Seidig glatt | Hoch | Lippenstift, gepresste Puder, Offsetdruckfarben |
| 10–60 | Standardperle, am häufigsten | Glatt, leicht gekörnt | Medium | Allgemeine Kosmetik, Autolacke, Kunststoffe |
| 20–100 | Funkel-/Blitzeffekt | Auffälliger Glanz | Mittel bis niedrig | Lidschatten, Nagellack, dekorative Lacke |
| 40–200 | Glitzer / Funkeln, sichtbare Partikel | Körniger Glanz | Niedrig | Glitzernde Nagelprodukte, dekorative Kunststoffe |
| 75–175+ | Hochglänzend, einzelne Flocken | Grob, dekorativ | Sehr niedrig | Spezialeffekte, Kunsthandwerk, Spezialverpackungen |
| 100–250+ | Maximale visuelle Wirkung | Sehr grobe, große Flocken | Minimal | Dekorative Kunst, großflächige Effekte |
Anwendungsspezifische Auswahl: Welche Partikelgröße für welchen Anwendungsfall?
Kosmetik: Feine Qualitäten dominieren, aber der Kontext bestimmt alles.
In der Kosmetikentwicklung ist der Zusammenhang zwischen Partikelgröße und Anwendungsbereich gut erforscht. Foundations und Hautpflegeprodukte benötigen Partikel im Bereich von 1–15 μm – eine seidige Textur ist unerlässlich, wenn das Produkt direkt auf der Haut aufliegt. Gepresste Puder und Lippenstifte verwenden typischerweise Partikelgrößen von 5–25 μm für einen feinen Glanz ohne Körnigkeit. Bei Lidschatten ändert sich die Situation: 10–60 μm sind Standard, und Partikelgrößen von 20–100 μm werden speziell dann eingesetzt, wenn sichtbarer Glitzer gewünscht ist. Nagellacke mit Glitzerpartikeln erreichen Größen von 40–200 μm, wobei einzelne Partikel Teil des Designkonzepts sind.
Auch die regulatorische Dimension spielt hier eine Rolle. Die EU-Vorschriften für Mikroplastik zielen speziell auf Glitzerpartikel in Kosmetika ab, die auf der Haut verbleiben oder abgewaschen werden – ein regulatorischer Druck, der gröbere Partikel überproportional stark trifft. Feine Perlglanzpigmente stellen ein anderes Problem dar: TiO₂-beschichtete Perlen in Pulverform erfordern aufgrund der Einstufung der inhalierbaren Fraktion als Inhalationsrisiko besondere Vorsicht im Umgang. Dies sind zwei unterschiedliche Aspekte der Einhaltung von Vorschriften, je nachdem, mit welchem Bereich des Partikelgrößenspektrums gearbeitet wird.
Autolacke: Mittelklasse ist der Standard, Glanzlacke sorgen für mehr Wirkung
In der Automobil-Erstausrüstung und bei Reparaturlackierungen liegt die Schichtdicke von Standard-Perlglanzlacken typischerweise bei 10–60 µm, die mit 1–10 Gew.-% dosiert werden. Wünschen sich Designer einen dynamischeren Glanz- oder Flip-Effekt – der insbesondere bei Premiumfahrzeugen immer häufiger vorkommt –, werden Schichtdicken von 20–100 µm verwendet, teilweise in Dreischichtsystemen, bei denen eine Effektschicht den Glanz und eine Farbschicht den Farbton erzeugt. Dieser optimale Bereich im mittleren Bereich ist kein Zufall: Die Schichtdicke von Automobil-Basislacken ist so ausgelegt, dass die Plättchen parallel zur Oberfläche ausgerichtet sind, und der Bereich von 10–60 µm passt optimal zu den Schichtaufbauparametern, die diese Ausrichtung maximieren.
Druckfarben: Die strengsten Partikelgrößenbeschränkungen in jeder Anwendung
Druckfarben stellen die anspruchsvollste Anwendungsumgebung für die Partikelgrößenwahl dar. Beim Offsetdruck werden sehr dünne Farbschichten aufgetragen – feine Partikelgrößen (5–25 µm) sind nicht nur erwünscht, sondern praktisch unerlässlich. Größere Partikel führen zu Plattenverstopfungen, ungleichmäßigem Farbauftrag und Druckfehlern. Der Siebdruck bietet mehr Spielraum, da die höhere Schichtdicke gröbere Partikelgrößen im Bereich von 20–40 % ermöglicht. Diese Unterscheidung zu verkennen, ist einer der häufigsten und kostspieligsten Fehler, die wir bei Einsteigern in die Druckfarbenentwicklung beobachten. Die maximale Partikelgröße im Offsetdruck ist eine zwingende technische Vorgabe, keine Frage des Stils.
Kunststoffe und Industrielacke: Mittlere bis grobe Antriebsarten, dekorative Vielseitigkeit
Die Anwendungsbereiche von Kunststoffen lassen sich naturgemäß in funktionale und dekorative unterteilen. Für die Farbgebung von Standardkunststoffen wird der Bereich von 10–60 µm genutzt, um eine saubere, glatte Perlmuttoptik zu erzielen. Dekorative Kunststoffe – wie Verpackungen, Gehäuse für Unterhaltungselektronik und Werbeartikel – benötigen zunehmend Korngrößen von 40–200 µm, wenn im Designkonzept ein sichtbarer Glanz oder eine markante Textur gefordert ist. Bei Industriebeschichtungen, die eine glatte Oberfläche erfordern, sorgen feinere Korngrößen für eine bessere Deckkraft und Oberflächengleichmäßigkeit.
Verarbeitungsaspekte: Wo sich feine und grobe Körnungen in der Rezeptur unterscheiden
Scherempfindlichkeit: Die Grobkorn-Schwachstelle
Diese Erkenntnis im Verarbeitungsprozess spart die meisten Neuformulierungszyklen: Grobe Perlglanzpigmentplättchen sind unter starker Scherung deutlich bruchgefährdeter als feine. Bricht ein großes Plättchen, entsteht kein feines Perlglanzpigment, sondern ein Defekt, der diffuse statt spiegelnde Reflexionen verursacht und den gewünschten Glitzereffekt dauerhaft beeinträchtigt. Kolortek empfiehlt daher grundsätzlich, Dispergiermittel mit hoher Scherung und langes Mahlen mit Perlglanzpigmenten zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für grobe Pigmente. Vorbenetzen mit Lösungsmittel oder Harz vor der Einarbeitung und vorsichtiges Rühren sind die Standardmaßnahmen. Bei Verwendung eines Dreiwalzenmischers ist ein großer Walzenspalt unerlässlich.
Dosierung und Beladung: Die Größe beeinflusst die Wirtschaftlichkeit
Die Dosierung beeinflusst in Wechselwirkung mit der Partikelgröße sowohl die Leistung als auch die Kosten. Automobil-Basislacke verwenden 1–10 Gew.-%. Druckfarben – die für den Offsetdruck feine Körnungen erfordern – verwenden 10–30 Gew.-%; Siebdruckfarben können 20–40 Gew.-% enthalten. Kosmetische Presspuder weisen eine enorme Bandbreite von 5–50 Gew.-% auf, abhängig von der gewünschten Effektintensität. Das Verständnis der Dosierungsnormen für Ihre Anwendung hilft, realistische Erwartungen hinsichtlich der erzielbaren Deckkraft und der benötigten Pigmentmenge pro Charge zu entwickeln.
Substratwahl: Wie sie mit der Partikelgröße interagiert
Das Substrat, auf das die Metalloxidbeschichtung aufgebracht wird, ist ein weiterer wichtiger Faktor und beeinflusst die Partikelgröße maßgeblich. Natürlicher Glimmer (Muskovit) ist in einem breiten Größenbereich von 5–700 µm erhältlich und somit das flexibelste Substrat für nahezu jeden Anwendungsbereich. Er ist kostengünstig und reichlich vorhanden. Synthetischer Glimmer (Fluorphlogopit) deckt den gleichen Größenbereich ab, bietet aber einen höheren Weißgrad, eine überlegene Transparenz und eine Temperaturbeständigkeit bis zu 1100 °C – ein entscheidender Vorteil bei technischen Kunststoffen oder Hochtemperatur-Pulverbeschichtungen, bei denen natürlicher Glimmer verfärben würde.
Borosilikatglas-Flockensubstrate, erhältlich in Größen von 5–250 μm, bieten außergewöhnliche optische Transparenz und eine besonders glatte Plättchenoberfläche – die Effizienz der Spiegelreflexion übertrifft die von Glimmersubstraten. Siliciumdioxid (SiO₂)-Substrate sind von Natur aus fein (2–50 μm) und werden insbesondere dann eingesetzt, wenn matte oder Weichzeichnereffekte und nicht Funkeln gewünscht sind. Aluminiumoxid (Al₂O₃)-Plättchen (5–50 μm) sind ebenfalls feine Substrate mit exzellenter Helligkeit. Das Verständnis, dass die Substratwahl die Qualität des jeweiligen Partikelgrößeneffekts – und nicht nur die Größe selbst – beeinflusst, ist ein wesentlicher Unterschied zwischen einer anspruchsvollen und einer Standardformulierung.
Aus unserem Labor: Die Erkenntnisse, die jeder unserer Größenempfehlungen zugrunde liegen
Ein Kunde kam einmal mit einem Problem zu uns, das auf den ersten Blick farblich zu sein schien: Sein Autolack erzeugte einen Perlmutteffekt, der im Vergleich zu einem Konkurrenzprodukt, das er nachahmen wollte, „flach und leblos“ wirkte. Der Interferenzfarbbereich – eine Verschiebung von Blau nach Violett – stimmte zwar, aber die visuelle Wirkung war einfach nicht da. Bei der Überprüfung seiner Rezeptur stellten wir fest, dass die Farbe korrekt war. Die Partikelgröße stimmte jedoch nicht. Er verwendete eine Körnung von 10–25 μm, weil er damit vertraut war. Das Referenzprodukt, das er nachahmen wollte, basierte eindeutig auf einer 40–80 μm großen Glitzerkorn-Partikelgröße in einer separaten Effektschicht. Der Unterschied lag nicht in der Beschichtungschemie, sondern in der Partikelstruktur.
Dies ist die praktische Realität derfeines vs. grobes PerlglanzpigmentDie Frage ist: Es geht nicht nur um ästhetische Vorlieben. Sie bestimmt den grundlegenden optischen Mechanismus Ihres Films. Wir bitten unsere Kunden daher routinemäßig, uns bereits frühzeitig im Auswahlgespräch eine visuelle Referenz – nicht nur eine Farbvorlage – zur Verfügung zu stellen, da die Partikelgrößenwahl oft entscheidender ist als die Farbwahl. Bei Kolortek deckt unser Produktsortiment Partikelgrößen von 5–700 µm auf Glimmersubstraten und 5–250 µm auf Borosilikat ab. So können wir die Anforderungen unserer Anwender optimal erfüllen, ohne dass sie Kompromisse bei einer Variable eingehen müssen, um die andere zu erreichen.
Substrat vs. Partikelgröße: Schnellauswahlmatrix
| Substrat | Verfügbarer Größenbereich (μm) | Wichtigster Leistungsvorteil | Am besten geeignet für |
|---|
| Natürlicher Glimmer | 5–700 | Kostengünstig, breites Größenspektrum | Allgemeine Kosmetik, Beschichtungen, Kunststoffe |
| Synthetischer Glimmer | 5–700 | Höhere Reinheit, Temperaturbeständigkeit bis 1100 °C, helleres Weiß | Hochleistungskosmetik, technische Kunststoffe, Hochtemperaturbeschichtungen |
| Borosilikat (Glasflocken) | 5–250 | Außergewöhnliche Transparenz und Brillanz | Hochwertige Kosmetikprodukte, Spezialbeschichtungen, die optische Klarheit erfordern |
| Siliciumdioxid (SiO₂) | 2–50 | Matte/Weichzeichner-Effekte, kontrolliertes PSD | Hautpflege, Weichzeichner-Kosmetik |
| Aluminiumoxid (Al₂O₃) | 5–50 | Hoher Brechungsindex, ausgezeichnete Helligkeit | Feinstanwendungen, die eine hohe Farbintensität erfordern |
Das Fazit zur Auswahl der Partikelgröße von Perlglanzpigmenten
Das Wichtigste, was man bei der Navigation beachten sollteGrößenvergleich von PerlmuttpigmentenFolgendes ist wichtig: Die Partikelgröße ist keine Feineinstellungsvariable, sondern eine grundlegende Designentscheidung. Feine Partikel erzeugen seidenmatten, deckenden Glanz. Grobe Partikel hingegen erzeugen Funkeln, Transparenz und einen sichtbaren Flockeneffekt. Der mittlere Bereich von 10–60 μm ist der Standardbereich für die meisten industriellen Anwendungen, aber das gesamte Spektrum von 1 μm bis 700 μm hat seine Berechtigung. Jeder Punkt in diesem Spektrum erfüllt einen legitimen Anwendungsbedarf, und die Aufgabe des Formulierers besteht darin, die physikalischen Eigenschaften des Pigments mit denen des Endprodukts in Einklang zu bringen. Substrat, Beschichtungschemie und Verarbeitungsbedingungen beeinflussen das Ergebnis – die Partikelgröße gibt jedoch den Rahmen vor, innerhalb dessen all diese Optimierungen wirken. Wenn ein Formulierer mit einerPigmentlieferantUnternehmen, die über ein breites Sortiment an Größen und Substraten – von natürlichem Glimmer über synthetischen Glimmer bis hin zu Borosilikat – verfügen, behalten die Flexibilität, zu optimieren, anstatt Kompromisse einzugehen.
Häufig gestellte Fragen: Feines vs. grobes Perlglanzpigment
Welchen Partikelgrößenbereich sollte ich für die Formulierung von Kosmetik-Make-up verwenden?
Für Make-up-Grundierungen und Hautpflegeprodukte ist der Partikelgrößenbereich von 1–15 μm Standard. In dieser Größe erzeugt das Pigment eine seidig-glatte Textur, die auf der Haut unsichtbar ist und gleichzeitig ein seidiges, hochdeckendes und strahlendes Finish verleiht. Gröbere Partikel führen zu einer körnigen Textur, die für Produkte mit Hautkontakt unerwünscht ist.
Warum erzielen feine Perlglanzpigmente in Offsetdruckfarben bessere Ergebnisse als grobe Pigmente?
Beim Offsetdruck werden extrem dünne Farbschichten aufgetragen, und die Druckplatten und der Farbauftrag können keine größeren Partikel aufnehmen – grobe Partikel führen zu Verstopfungen, ungleichmäßigem Farbauftrag und Druckfehlern. Feine Partikel (5–25 µm) liegen innerhalb der physikalischen Grenzen des Verfahrens. Der Siebdruck hingegen, bei dem dickere Farbschichten aufgetragen werden, kann Partikelgrößen bis zu 40–200 µm bei einer Beladung von 20–40 % verwenden.
Wie beeinflusst die Partikelgröße die Deckkraft von Perlglanzpigmenten?
Die Deckkraft nimmt mit zunehmender Partikelgröße ab. Feine Partikel (1–25 μm) erzielen eine höhere Deckkraft, da die größere Anzahl kleiner Plättchen pro Flächeneinheit das darunterliegende Substrat effektiver abdeckt. Grobe Partikel (100–250+ μm) sind in den Bereichen zwischen den Plättchen nahezu transparent, was einen glitzernden Effekt, aber eine geringe Deckkraft zur Folge hat. Mit Eisenoxid beschichtete Partikel bieten bei jeder Partikelgröße eine bessere Deckkraft als reine TiO₂-Perlen.
Kann ich feine und grobe Perlglanzpigmente in der gleichen Rezeptur mischen, um sowohl Deckkraft als auch Glanz zu erzielen?
Ja – die Mischung von feinen und groben Körnungen in einer einzigen Formulierung oder als separate Schichten in einem Mehrschichtsystem ist eine legitime Designstrategie. Dreischichtige Autolacke sind oft nach Funktionen getrennt: Ein Basislack sorgt für Farbe und Deckkraft, eine Effektschicht mit gröberen Körnungen erzeugt Glanz, und ein Klarlack schützt das System. In Einschicht-Kosmetiklacken ermöglicht eine Mischung, dass die feine Fraktion für Deckkraft sorgt, während die grobe Fraktion sichtbaren Glanz hinzufügt. Die Optimierung des Mischungsverhältnisses erfordert jedoch Tests.
Warum verliert mein grobes Perlglanzpigment nach dem Mischen seinen Glanz – was ist schiefgelaufen?
Dies ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Bruch der Pigmentplättchen während des Mischens unter starker Scherung oder des längeren Mahlens zurückzuführen. Grobe Pigmentplättchen sind besonders anfällig für mechanische Beschädigungen, da ihre große Oberfläche sie Scherkräften aussetzt, die sie in kleinere, unregelmäßige Fragmente zerbrechen. Zerbrochene Pigmentplättchen verändern ihr Reflexionsvermögen von spiegelnd zu diffus – der Glanz geht verloren. Abhilfe: Das Pigment vor der Einarbeitung mit Lösungsmittel oder Harz anfeuchten, vorsichtig rühren und, falls ein Dreiwalzenmischer benötigt wird, diesen auf einen großen Walzenspalt einstellen.
Beeinträchtigen die EU-Mikroplastikbeschränkungen feine Perlglanzpigmente ebenso stark wie grobe?
Nein – die im Rahmen der REACH-Verordnung eingeführten EU-Beschränkungen für Mikroplastik zielen primär auf glitzernde Partikel ab, die typisch für gröbere Partikelarten in Kosmetika zum Auftragen und Abspülen sind. Feine Perlglanzpigmente (1–25 μm) unterliegen anderen regulatorischen Bestimmungen – insbesondere TiO₂ in Pulverform, das als potenziell krebserregend bei Inhalation eingestuft ist (Kategorie 2 gemäß EU-CLP-Verordnung). Daher sind entsprechende Protokolle für den Umgang mit Pulvern in der Herstellung und Formulierung von Feinstpartikeln unerlässlich. Beide Aspekte erfordern Aufmerksamkeit, betreffen jedoch unterschiedliche Bereiche des Partikelgrößenspektrums.