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Leistungsfähigkeit von metallischen Epoxidpigmenten in Bodenbeschichtungsanwendungen

Leistungsfähigkeit von metallischen Epoxidpigmenten in Bodenbeschichtungsanwendungen

Jul 27, 2026
Jerry Wang

Autor

Bei Kolortek arbeiten wir mit globalen Partnern zusammen, um innovative Pigmentlösungen zu entwickeln, die den sich wandelnden Marktanforderungen gerecht werden. Dank fortschrittlicher Fertigungstechnologien und strenger Qualitätskontrollen zeichnen sich unsere Produkte durch Beständigkeit, Leistungsfähigkeit und dauerhafte Zuverlässigkeit aus.

Jerry Wang

Die richtige Wahl treffenmetallisches EpoxidpigmentBei Bodenbeschichtungen kommt es auf mehr als nur die Farbe an – es geht darum, wie das Pigment beim Gießen seine Ausrichtung beibehält, der UV-bedingten Vergilbung widersteht und seinen goldenen, silbernen oder chamäleonartigen Schimmer auch bei starker Beanspruchung und Einwirkung von Chemikalien bewahrt.Metallisches Pigmentpulver für EpoxidharzSysteme verhalten sich anders als herkömmliche Lackierungen: Die Fluiddynamik beim Epoxidharzguss, die Aushärtungstemperatur und die Harzviskosität beeinflussen die Ausrichtung der Flocken und die endgültige optische Tiefe. Dieser Artikel untersucht, wie sich verschiedene Pigmenttypen in realen Bodenbeschichtungsszenarien verhalten – wo Ästhetik und Haltbarkeit gleichermaßen wichtig sind.


Warum Bodenanwendungen Pigmente stärker beanspruchen als die meisten anderen

Epoxidharz-Bodenbeschichtungen stellen eine anspruchsvolle Anwendungskategorie dar. Der horizontale Untergrund beeinflusst das Verhalten der Metallflocken während des Aushärtungsprozesses maßgeblich. Anders als bei einer vertikalen Sprühapplikation, bei der die Schwerkraft die Ausrichtung der Flocken parallel zur Oberfläche begünstigt, haben die Pigmentpartikel beim Gießen auf dem Boden Zeit, zu wandern, sich zu drehen und sich abzusetzen – mitunter ungleichmäßig.

Das visuelle Ergebnis eines Fußbodens hängt maßgeblich von drei Faktoren ab: der Pigmentmorphologie (Partikelgröße und Aspektverhältnis), dem Viskositätsprofil des Harzsystems während des Aushärtens und der Art der Pigmenteinbringung. Werden diese Faktoren nicht berücksichtigt, entstehen trübe Oberflächen, ungleichmäßiger metallischer Glanz oder – schlimmer noch – Oberflächenfehler, die sich nur durch Nachschleifen beheben lassen.

Hinzu kommt die Frage der Haltbarkeit. Fußböden sind je nach Umgebung Abrieb, Punktbelastungen, Reinigungsmitteln und UV-Strahlung ausgesetzt. Ein Pigment, das am ersten Tag hervorragend aussieht, aber innerhalb von 18 Monaten oxidiert, verblasst oder Haftungsprobleme verursacht, ist kein brauchbares Produkt – unabhängig davon, wie es auf Fotos wirkt.

Das Verständnis dieser Tatsache ist der Ausgangspunkt für jede ernsthafte Bewertung von Metallpigmenten in Bodenbeschichtungsformulierungen.


 

metallic pigment powder for epoxy

Pigmentarten, die in Epoxid-Bodensystemen verwendet werden

Nicht alle Pigmente mit Metallic-Effekt sind strukturell gleich, und diese Unterschiede spielen bei Epoxidharzböden eine Rolle. Die wichtigsten Kategorien, die Ihnen begegnen werden – und die tatsächlich in produktionsreifen Bodenbeschichtungssystemen verwendet werden – lassen sich wie folgt unterteilen:

1. Perlglanzpulver auf Glimmerbasis

Diese Materialien sind die Arbeitspferde dekorativer Epoxidharzböden. Mit Titandioxid (Anatas oder Rutil) beschichtete Glimmerplättchen erzeugen einen perlmuttartigen Schimmer, der je nach Schichtdicke von einem dezenten Silberweiß bis hin zu einem tiefen Bronze- und Goldton reicht. Die Plättchenstruktur der Plättchen erzeugt den Interferenz-Effekt und ermöglicht zudem eine relativ einfache, ebene Ausrichtung in einem flüssigen Epoxidharzsystem.

Rutilbeschichtete Sorten (wie KT-103 Rutil Silber) bieten eine bessere UV-Beständigkeit als Anatas-Varianten – ein wichtiger Aspekt bei Gewerbeböden mit Oberlichtern oder Außenlichteinwirkung. Für den Einsatz in Wohnräumen sind Anatas-Sorten ausreichend und kostengünstiger.

Synthetische Glimmersorten (Fluorphlogopit) gehen noch einen Schritt weiter. Sie sind von Natur aus reiner, weisen einen geringeren Schwermetallgehalt und ein Substrat mit höherem Brechungsindex auf. Dies bedeutet in der Praxis stärkeren Glanz, bessere Chemikalienbeständigkeit und die Einhaltung strengerer gesetzlicher Bestimmungen. Für Arbeitsplatten und Fußböden, bei denen Lebensmittelsicherheit oder Raumluftqualität eine Rolle spielen, sind synthetische Glimmersorten die sicherere Wahl.

2. Metallglanzpigmente (Eisenoxid auf Glimmer)

Die KT-500-Serie und ihr synthetisches Glimmer-Pendant (KT-7500) gehören in diese Kategorie. Es handelt sich um mit Eisenoxid beschichtete Glimmerplättchen, die so behandelt wurden, dass sie sich wie Metallpigmente verhalten – mit warmen Bronze-, Kupfer- und weinroten Tönen, die eine echte metallische Wärme anstelle einer perlmuttartigen Weichheit ausstrahlen.

Sie weisen eine stärkere Deckkraft als herkömmliche Perlmuttpartikel auf, was die Transparenz beeinflusst. Bei einem fließenden Metallic-Boden, bei dem sichtbare Tiefe und Schichtung gewünscht sind, kann diese Deckkraft eine gestalterische Einschränkung darstellen. In Anwendungen, bei denen eine deckendere Metallic-Optik gewünscht ist – oder beim Mischen auf einer getönten Grundierung – ist sie hingegen von Vorteil.

Diese Sorten sind zudem chemisch und physikalisch stabil, wodurch sie sich gut für Umgebungen mit zeitweiliger Lösemittelexposition oder für industrielle Reinigungsarbeiten eignen.

3. Goldbronze-Pulver (Kupfer-Zink-Legierung)

Echte Metallpigmente – also Kupfer-Zink-Legierungen – erzeugen einen Goldglanz, den Alternativen auf Glimmerbasis zwar erreichen, aber nicht vollständig nachbilden. Das warme, hochpigmentierte Gold eines Bronzepulvers mit einer Körnung von 200–400 Mesh in einem Epoxidharzboden ist optisch unverwechselbar.

Allerdings bringen diese Pigmente auch Nachteile mit sich. Kupfer-Zink-Legierungen sind reaktiv. In Umgebungen mit hohem pH-Wert oder alkalischen Bedingungen – die manche Epoxidhärtersysteme während der Aushärtung lokal erzeugen können – besteht die Gefahr einer Oberflächenoxidation, die den metallischen Glanz trübt. Blattgoldfarben sind hierfür besonders anfällig, wenn sie nicht ausreichend stabilisiert werden.

Für Bodenbeschichtungen sind nicht-blättchenbildende Goldbronze-Pulver im Allgemeinen vorzuziehen. Sie verteilen sich im Beschichtungsmaterial, anstatt an die Oberfläche zu steigen. Dadurch wird das Risiko einer empfindlichen, abreibbaren Metallschicht verringert. Feinere Korngrößen (800–1500 Mesh) erzielen tendenziell auch in transparenten Epoxidharzsystemen bessere Ergebnisse, da gröbere Partikel dort Oberflächenstrukturprobleme verursachen können.

4. Metallische Glanzpasten (lösungsmittelbasiert)

Vordispergierte Pasten lösen ein praktisches Problem: Trockene Metallpulver lassen sich in Epoxidharz Komponente A oft nur schwer gleichmäßig benetzen, ohne dass es zu Agglomeraten kommt. Lösemittelbasierte Metallpasten sind bereits in einem kompatiblen Träger dispergiert, was den Verdünnungsprozess vereinfacht und Chargenschwankungen reduziert.

Zu beachten ist der Lösemittelgehalt. Bei lösemittelempfindlichen Epoxidsystemen – insbesondere bei VOC-armen oder 100%igen Feststoffformulierungen – muss die durch eine Paste eingebrachte Lösemittelmenge berücksichtigt werden. In manchen Fällen kann eine zu hohe Zugabemenge zu Kompatibilitäts- oder Aushärtungsproblemen führen. Formulierer müssen die Kompatibilität daher bei realistischen Anwendungskonzentrationen prüfen und nicht nur bei Testzugaben niedriger Prozentsätze.

Wenn es funktioniert, ist das Ergebnis einheitlich: ein glatter metallischer Glanz, eine gute Ausrichtung der Flocken und eine reproduzierbare Farbe über verschiedene Chargen hinweg.

5. Effektpigmente: Chromashift, Chamäleon und Holographic

Diese Kategorien werden bei hochwertigen Bodenbelägen immer häufiger nachgefragt. Ein Chamäleon- oder Chromashift-Boden ändert seine Farbe, wenn man sich darüber bewegt – typischerweise von einem dominanten Farbton zu einem anderen bei schrägen Blickwinkeln. Holografische Pigmente erzeugen eine Regenbogenbeugung, die sich unter gerichtetem Licht über die Oberfläche bewegt.

Sie wirken optisch sehr eindrucksvoll. Gleichzeitig reagieren sie am empfindlichsten auf die Anwendungstechnik. Die Ausrichtung der Flocken muss nahezu perfekt sein, um eine optimale Farbverteilung zu gewährleisten. Bei einem korrekt aufgetragenen selbstnivellierenden Epoxidharz lässt sich dies erreichen. Bei einem mit der Rolle oder dem Pinsel aufgetragenen System entstehen hingegen oft ungleichmäßige Farbeffekte.

Bei Bodenanwendungen eignen sich diese Pigmente am besten als Streuzugabe (auf eine noch feuchte Epoxidgrundierung aufgestreut) oder als Akzentkomponente in einer metallischen Grundierung, anstatt als Massenzugabe zu einem einkomponentigen Guss.


Vergleichende Übersicht: Metallpigmente für Epoxidböden

PigmenttypVisueller EffektUV-StabilitätChemische BeständigkeitAnwendungssensitivitätWichtigste Einschränkung
Glimmer / TiO₂ Perle (Anatas)Silberweißer Schimmer, sanfter GlanzMäßigGutNiedrigLangzeitrisiko der UV-Vergilbung
Glimmer / TiO₂ Perle (Rutil)Strahlenderes Silber, tieferer GlanzHochGutNiedrigHöhere Kosten im Vergleich zu Anatas
Synthetische GlimmerperleHochchromatische, strahlend weiße / goldene / FarbenSehr hochExzellentNiedrigPremium-Preisposition
Metallglanz (Fe₂O₃ / Glimmer)Warme Bronze-, Kupfer- und weinrote Metallic-TöneHochSehr gutNiedrig bis mittelDie Deckkraft begrenzt die visuellen Tiefeneffekte.
Goldbronze (Cu-Zn-Legierung)Kräftiges Gold, hochpigmentierter Metallic-SchimmerMäßigMäßig (pH-empfindlich)MäßigOxidationsrisiko in alkalischen Systemen
Metallische Glanzpaste (Lösungsmittel)Gleichmäßiger metallischer Glanz, breites FarbspektrumGutGutNiedrig (vordispergiert)Lösungsmittelbeladung in 100% Feststoffsystemen
Chromashift / ChameleonWinkelabhängige Farbverläufe, metallischer SchimmerHochGutHochFür diesen Effekt ist eine präzise Ausrichtung der Flocken erforderlich.
HolografischRegenbogenbeugung auf silbernem MetallgrundMäßigMäßigSehr hochAm besten als Sendung ausstrahlen, nicht als Massenzugabe.

Dispersion und Flockenorientierung in Epoxidsystemen

Bei vielen Projekten mit metallischen Epoxidharzböden scheitern die Probleme an der Dispersion. Ziel ist die vollständige Benetzung der einzelnen Flocken ohne mechanische Beschädigung ihrer Plättchenstruktur. Werden die Flocken beschädigt – beispielsweise durch zu aggressives Mischen unter hoher Scherung –, geht das Aspektverhältnis verloren, was die Glanzintensität und den Interferenz-Effekt direkt reduziert.

Bei Trockenpulvern besteht das übliche Vorgehen darin, das Pigment mit einer kleinen Menge Epoxidharz Komponente A unter geringer Scherung vorzumischen, bevor es der Gesamtmenge zugegeben wird. Dadurch kann das Harz jede Flockenoberfläche benetzen, bevor es mit der restlichen Mischung verdünnt wird. Die direkte Zugabe von Pulver zu einer vollen Harzmischung birgt die Gefahr der Verklumpung, insbesondere bei feineren Körnungen, bei denen elektrostatische Aufladung zu Agglomeration führt.

In der Praxis ist der Spielraum zwischen „gut dispergiert“ und „überschert“ geringer als allgemein angenommen. Dreißig Sekunden übermäßiges Mischen können die metallische Schichtdicke eines Bodens im Vergleich zu einer identischen, korrekt gemischten Charge sichtbar reduzieren. Dies sollte Anwendern, die aufgrund ihrer Erfahrung mit pigmentierten Epoxidharzen möglicherweise zu aggressivem Mischen neigen, unbedingt verdeutlicht werden.

Nach dem Auftragen erfolgt die Ausrichtung der Flocken in einem selbstnivellierenden System weitgehend passiv – die Flocken setzen sich parallel zum Substrat ab, während das Harz ausfließt. Gröbere Flocken (50–150 µm) richten sich zuverlässiger aus als sehr feine Flocken, die während des Aushärtungsprozesses in unterschiedlichen Ausrichtungen suspendiert bleiben können. Dies ist einer der Gründe, warum großkörnige, perlmuttartige Qualitäten bei gleicher Auftragsrate oft einen deutlicheren metallischen Bodeneffekt erzielen als feine.

Wichtig zu beachten: Die Umgebungstemperatur während der Anwendung hat einen direkten Einfluss. Höhere Temperaturen reduzieren die Viskosität schneller, wodurch größere Flocken absinken und verklumpen können. Kühlere Anwendungsbedingungen – innerhalb des Verarbeitungsbereichs des Harzes – führen im Allgemeinen zu einer besseren Flockenverteilung.


Auswahl von Metallpulver für Epoxidharz: Partikelgröße und Beladungsrate

Partikelgrößenauswahl fürMetallpulver für EpoxidharzBei Bodenbelägen muss man einen echten Kompromiss zwischen optischer Wirkung und Oberflächenglätte eingehen.

Größere Flocken (100–500 µm) erzeugen den für hochwertige Dekorböden typischen, eindrucksvollen Glitzereffekt. Man sieht deutlich erkennbare Glitzerpunkte und eine starke, winkelabhängige Lichtreflexion. Der Nachteil liegt in der Oberflächenstruktur: Große Flocken, die teilweise aus der Oberfläche herausragen, erzeugen Mikro-Unebenheiten, die die Reinigung erschweren und in der Lebensmittel- oder Gesundheitsbranche Verunreinigungen einschließen können.

Feinere Körnungen (15–60 µm) erzeugen einen glatteren, gleichmäßigeren Metallglanz – eher vergleichbar mit einer polierten als mit einer funkelnden Metalloberfläche. Sie eignen sich besser für Anwendungen, bei denen Hygiene oder Oberflächenglätte funktionale Anforderungen stellen. Der visuelle Effekt ist weniger auffällig, aber aus jedem Blickwinkel gleichmäßiger.

Bei den meisten gewerblichen Bodenprojekten mit dekorativen Elementen erzielt eine Mischtechnik die besten Ergebnisse: Eine Grundierung aus feineren Perlglanzpigmenten (für den metallischen Hintergrundglanz) wird mit einem geringeren Anteil gröberer Flocken oder Effektpigmente kombiniert, die für einen funkelnden Effekt auf die noch feuchte Oberfläche gestreut werden. Dies ermöglicht gestalterische Flexibilität, ohne die Reinigungsfreundlichkeit eines Systems mit ausschließlich groben Pigmenten einzuschränken.

Die übliche Dosierung von Perlglanzpigmenten auf Glimmerbasis in klarem Epoxidharz liegt zwischen 3 und 8 Gew.-%. Unter 3 Gew.-% wirkt der Metallic-Effekt oft verwaschen. Bei über 10 Gew.-% besteht die Gefahr, dass die Tiefe und Transparenz, die metallische Epoxidharzböden optisch so interessant machen, verloren gehen – der Boden wirkt dann eher wie eine pigmentierte als eine metallische Beschichtung. Goldbronze-Metallic-Pulver werden aufgrund ihrer höheren Deckkraft und Farbstärke üblicherweise in geringeren Mengen (1–3 Gew.-%) verwendet.


UV-Stabilität und Langzeitleistung

Hier überschneidet sich die Pigmentauswahl am stärksten mit der Systemauslegung. Perlglanzpigmente auf Glimmerbasis sind von Natur aus UV-stabil – die anorganischen Beschichtungsschichten zersetzen sich unter UV-Licht nicht wie organische Farbstoffe. Die Harzmatrix ist in der Regel das schwächste Glied, nicht das Pigment.

Standardmäßige Bisphenol-A-Epoxidharze vergilben unter UV-Strahlung. In einem transparenten Metallic-System verändert diese Vergilbung die Farbwirkung des gesamten Bodens: Silberne Perlmutttöne nehmen einen warmen Gelbstich an, blaue Perlmutttöne wirken grünlicher und weiße Grundtöne verlieren an Klarheit. Für Innenböden ohne nennenswerte UV-Belastung mag dies akzeptabel sein. Für Verkaufsflächen, Ausstellungsräume oder Räume mit Glasfassaden und Tageslicht ist es jedoch nicht akzeptabel.

Die Standardlösung ist eine UV-beständige Polyurethan- oder Polyaspartic-Deckschicht über der metallischen Epoxidschicht. Dies schützt die Harzmatrix und verlängert die ästhetische Haltbarkeit deutlich. Das Pigment selbst muss nicht hinsichtlich UV-Beständigkeit ausgetauscht werden – das Deckschichtsystem muss jedoch unter Berücksichtigung der UV-Stabilität ausgewählt werden.

Goldbronze-Pigmente (Kupfer-Zink-Pigmente) bergen ein zusätzliches Problem: die Metalloxidation. In Umgebungen, in denen die Deckschicht beschädigt ist und Feuchtigkeit die Metallschicht erreicht, können kupferbasierte Pigmente lokale Patinabildung oder Verdunkelung aufweisen. Für stark frequentierte Gewerbeflächen, bei denen die Deckschicht im Laufe der Zeit beeinträchtigt werden kann, bieten synthetische oder glimmerbasierte Metallalternativen ein geringeres Wartungsrisiko.


Epoxidharz-Metallicpigment: Hinweise zur Anwendungsmethode

Die verwendete AnwendungsmethodeEpoxidharz-MetallpigmentDas Pigment selbst bestimmt das endgültige Erscheinungsbild ebenso stark wie das Pigment selbst. Bei Bodenarbeiten werden drei praktische Vorgehensweisen angewendet:

Vollständiges Einarbeiten des Gusses:Das Pigment wird vor dem Hinzufügen des Härters in Komponente A eingerührt, anschließend gegossen und auf dem Untergrund verteilt. Dies ergibt die besten Ergebnisse für eine gleichmäßige Metallic-Farbe auf dem Boden. Das Risiko besteht in der Uneinheitlichkeit: Ist das Pigment vor dem Gießen nicht vollständig benetzt, entstehen Streifen oder Konzentrationsunterschiede zwischen Bereichen, die vom Rand des Eimers bzw. aus der Mitte gegossen wurden.

Ausstreuen auf feuchtem Untergrund:Zuerst wird eine klare oder leicht pigmentierte Grundierung aufgetragen, anschließend wird trockenes Metallpulver auf die noch feuchte Oberfläche gestreut. Das Pulver dringt in das Harz ein und wird dann mit einer Deckschicht versiegelt. Diese Technik ermöglicht eine optimale Kontrolle der Farbdichte – durch Variation der Streumenge lassen sich Farbverläufe oder gesprenkelte Effekte erzielen. Sie ist die gängigste Methode für Chamäleon- und Hologrammpigmente bei Bodenbelägen.

Marmorierungs-/Wirbeltechnik:Pigmentierte Epoxidharzströme in verschiedenen Farben werden gegossen und mit Werkzeugen bearbeitet, um marmorierte Muster zu erzeugen. Metallpasten eignen sich hierfür gut, da ihre vordispergierte Konsistenz ein präzises Hinzufügen ermöglicht, ohne dass das Pulver beim Gießen verklumpt.

Jede Methode birgt ein anderes Fehlerrisiko. Machen Sie sich mit dem jeweiligen Fehlerrisiko vertraut, bevor Sie sich für ein Pigmentformat entscheiden.


Häufig gestellte Fragen

Kann ich Perlglanzpulver in Kosmetikqualität für Epoxid-Bodenbeschichtungen verwenden?
Theoretisch ja, aber nicht immer ratsam. Kosmetische Perlen sind in der Regel fein gemahlen und auf Hautverträglichkeit ausgelegt – nicht auf die Benetzung von Untergründen in einer Epoxidmatrix. Sie dispergieren möglicherweise nicht sauber in hochviskosen Harzsystemen, und ihre Oberflächenbehandlungen sind unter Umständen nicht optimal auf Chemikalienbeständigkeit abgestimmt. Pigmente, die speziell für Beschichtungen oder industrielle Anwendungen entwickelt wurden, sind kosmetischen Pigmenten in Epoxidböden im Allgemeinen überlegen.

Warum sieht mein Metallboden im nassen Zustand gut aus, aber nach dem Aushärten matt?
Dies ist üblicherweise auf eine fehlerhafte Ausrichtung der Flocken zurückzuführen. Steigt die Viskosität während des Aushärtens zu schnell an (beispielsweise durch Hitze, ein falsches Härterverhältnis oder niedrige Umgebungstemperatur, die das Verlaufen verlangsamt), können die Flocken suboptimale Ausrichtungen einnehmen, bevor sie sich abflachen. Auch zu starkes Mischen nach der Pigmentzugabe kann dazu führen, dass Flockenaggregate in zufällige Ausrichtungen zerfallen. Überprüfen Sie daher das Mischprotokoll und die Verarbeitungstemperatur. In manchen Fällen sind feinere Pigmente in schnellhärtenden Systemen weniger anfällig für dieses Problem als gröbere.

Beeinflussen metallische Pigmente die mechanischen Eigenschaften des ausgehärteten Epoxidharzbodens?
Bei üblichen Pigmentanteilen (3–8 Gew.-%) ist der Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften gering. Sehr hohe Pigmentanteile können als Füllstoff wirken und die Bruchdehnung leicht verringern, was jedoch für dekorative Bodenanwendungen in der Regel keine Rolle spielt. Entscheidender ist, ob die Pigmentzugabe während der Aushärtung Luft verdrängt – bei sehr groben Flocken oder hohen Pigmentanteilen kann die Bildung von Mikroporen um die Partikel herum zu Haftungsproblemen bei Stößen führen. Halten Sie die Zugabemenge innerhalb des vom Hersteller empfohlenen Bereichs.

Worin besteht der Unterschied zwischen Perlglanz- und Metallic-Pigmenten hinsichtlich des Erscheinungsbilds von Fußböden?
Perlglanzpigmente erzeugen eine weichere, aus verschiedenen Winkeln sichtbare Leuchtkraft – die Farbe scheint aus dem Inneren der Beschichtung zu kommen. Metallische Pigmente (insbesondere Aluminium- oder Bronzepigmente) erzeugen eine flachere, spiegelähnlichere Reflexion, die stark vom Einfallswinkel abhängt. In der Praxis werden für die meisten „metallischen Epoxidharzböden“, die man in Gewerberäumen sieht, Glimmerpigmente verwendet, keine echten Aluminiumpigmente – die Tiefe und Transparenz von Perlglanzpigmenten führt in der Regel zu einem optisch komplexeren Ergebnis in einer klaren Epoxidharzmatrix.


Für technische Spezifikationen, Kompatibilitätsdaten oder Musteranfragen bezüglich spezifischer Pigmentqualitäten für Ihre Bodenbeschichtungsrezeptur wenden Sie sich bitte direkt an uns:contact@kolortek.com

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