

Silberweiße Perlglanzpigmente sind die Arbeitspferde der Effektpigmentwelt. Sie bilden die Grundlage für alles, von Autolacken bis hin zu Nagellacken, und die zugrundeliegende Rezeptur hat sich seit Jahrzehnten kaum verändert: Glimmerplättchen, beschichtet mit Titandioxid, werden durch Partikelgröße und TiO₂-Kristallform so eingestellt, dass ein spezifisches Gleichgewicht aus Weißgrad, Leuchtkraft und Glanz erzielt wird. Was sich verändert hat, ist die Angebotslandschaft.
Artikelnummer :
Silver White SeriesFarbeffekt :
Silver WhitePartikelgröße :
<15μm,5-20μm,10-40μm,20-100μm,30-150μm,40-200μm,50-500μmZusammensetzung :
natural / synthetic micaMarke :
Kolortek / OEMMindestbestellmenge :
25KGAnwendung :
Paints & Coatings, Printing Inks, Cosmetics, Soaps, Nail Polish, Epoxy Flooring, Artificial Marble, Crafts, etc.Iriodin von Merck gilt seit Langem als Referenzprodukt in dieser Kategorie. Viele Formulierer haben ihre Farbnormen darauf aufgebaut. Doch lange Lieferzeiten, Preisschwankungen und Mindestbestellmengen zwingen die Entwicklungsteams, Alternativen zu prüfen – ohne dabei Kompromisse bei den entscheidenden Leistungsparametern einzugehen.
Die Produktreihen KT-100 (Naturglimmer) und KT-7100 (Synthetikglimmer) von Kolortek wurden speziell für diesen Zweck entwickelt. Partikelgrößenverteilung, Substrattypen und Beschichtungszusammensetzungen sind auf die Referenzsorten von Iriodin abgestimmt. Vergleichstests zeigen vergleichbare goniometrische Profile für die meisten Sorten – die endgültige Leistung hängt jedoch, wie bei jeder Substitution, von der jeweiligen Anwendung und dem verwendeten Dispergiermittelsystem ab.
Die KT-100-Serie umfasst das Standardspektrum silberweißer Effekte auf natürlichem Glimmer. Je nach Qualität handelt es sich um Anatas- oder Rutil-TiO₂-Beschichtungen – die Unterscheidung ist für Witterungsbeständigkeit und Glanz entscheidend. Rutil-Qualitäten (mit Zinnoxid in der Beschichtungsschicht) bieten einen höheren Brechungsindex und eine bessere Beständigkeit im Außenbereich.
| Modell | Effektname | Partikelgröße | Zusammensetzung | Iriodin-Äquivalent |
|---|---|---|---|---|
| KT-100 | Silberperle | 10–60 μm | Glimmer, TiO₂ | Iriodin 100 |
| KT-101 | Bestrahlendes Weiß | 10–70 μm | Glimmer, TiO₂ | — |
| KT-103 | Rutilsilber | 10–60 μm | Glimmer, TiO₂, SnO₂ | Iriodin 103 |
| KT-104 | Seide Silber | 10–40 μm | Glimmer, TiO₂, SnO₂ | — |
| KT-105 | Helle Perle | 10–50 μm | Glimmer, TiO₂ | — |
| KT-110 | Feines Satinweiß | <15 μm | Glimmer, TiO₂ | — |
| KT-111 | Feines Satinsilber | <15 μm | Glimmer, TiO₂, SnO₂ | — |
| KT-119 | Silberner Satin | 5–20 μm | Glimmer, TiO₂, SnO₂ | — |
| KT-121 | Rutil-Glanz-Satin | 5–25 μm | Glimmer, TiO₂, SnO₂ | — |
| KT-151 | Blitzweiß | 10–100 μm | Glimmer, TiO₂ | Iriodin 151 |
| KT-152 | Flash Silver | 10–100 μm | Glimmer, TiO₂, SnO₂ | — |
| KT-153 | Glitzerweiß | 20–100 μm | Glimmer, TiO₂ | Iriodin 153 |
| KT-154 | Glitzerperle | 30–150 μm | Glimmer, TiO₂ | — |
| KT-163 | Schimmernde Perle | 40–200 μm | Glimmer, TiO₂ | Iriodin 163 |
| KT-173 | Seidenperle | 10–40 μm | Glimmer, TiO₂ | — |
| KT-183 | Funkelnde Perle | 50–500 μm | Glimmer, TiO₂ | — |

Synthetischer Glimmer – Fluorphlogopit – ist empfehlenswert, wenn höhere Reinheit, reinere Farbe oder erhöhte Temperaturstabilität gefordert sind. Natürlicher Glimmer enthält Spuren von Mineralien, die einen leichten Gelbstich und gelegentlich dunkle Flecken verursachen können; synthetischer Glimmer eliminiert diese weitgehend. Der Unterschied ist im Gesamtton subtil, aber bei feinkörnigen Qualitäten oder hochtransparenten Systemen deutlicher sichtbar.
Bei der Verarbeitung von Kunststoffen bei hohen Temperaturen oder bei architektonischen Außenbeschichtungen ist der Vorteil der thermischen Stabilität der KT-7100-Serie ein echtes Unterscheidungsmerkmal – und keine Marketingaussage.
| Modell | Effektname | Partikelgröße | Zusammensetzung |
|---|---|---|---|
| KT-7101 | Feines Satinweiß | <15 μm | Fluorphlogopit, TiO₂ |
| KT-7102 | Satinweiß | 5–25 μm | Fluorphlogopit, TiO₂ |
| KT-7103 | Strahlend Weiß | 10–60 μm | Fluorphlogopit, TiO₂ |
| KT-7104 | Glanzweiß | 15–75 μm | Fluorphlogopit, TiO₂ |
| KT-7105 | Blitzweiß | 10–100 μm | Fluorphlogopit, TiO₂ |
| KT-7106 | Glitzerweiß | 30–150 μm | Fluorphlogopit, TiO₂ |
| KT-7107 | Funkelndes Weiß | 40–300 μm | Fluorphlogopit, TiO₂ |
| KT-7108 | Ultra Sparkle White | 50–350 μm | Fluorphlogopit, TiO₂, SnO₂ |
| KT-7109 | Intensiv funkelndes Weiß | 200–700 μm | Fluorphlogopit, TiO₂, SnO₂ |
| KT-7191 | Intensiv funkelndes Weiß | 100–1000 μm | Fluorphlogopit, TiO₂ |
| KT-7192 | Maxima Weiß | 200–1000 μm | Fluorphlogopit, TiO₂, SnO₂ |
| KT-7121 | Feines Satinsilber | <15 μm | Fluorphlogopit |
| KT-7122 | Satinsilber | 5–25 μm | Fluorphlogopit |
| KT-7123 | Glanzsatinsilber | 10–40 μm | Fluorphlogopit |
| KT-7124 | Seide Silber | 10–50 μm | Fluorphlogopit |
| KT-7125 | Helles Silber | 10–60 μm | Fluorphlogopit |
| KT-7126 | Flash Silver | 20–100 μm | Fluorphlogopit |
| KT-7127 | Glitzerndes Silber | 30–100 μm | Fluorphlogopit |
| KT-7128 | Glitzerndes Silber | 30–150 μm | Fluorphlogopit |

Diese Sorten eignen sich für ein breites Anwendungsspektrum, wobei sich der geeignete Partikelgrößenbereich je nach Prozess und Substrat deutlich verschiebt.
Farben und Lacke:Mittelgroße Partikel (10–60 μm) sind die Standardwahl für lösemittel- und wasserbasierte Dekorlacke. Rutil-Partikel sind witterungsbeständiger als Anatas-Partikel. Bei Metallic-Effekten kann die Beimischung von Aluminiumpaste den Glanz verstärken, während die Perlmuttkomponente den weiß-silbernen Unterton erhält.
Druckfarben:Feinkornklassen (<15 μm) sind hier die praktikabelste Wahl. Gröbere Körnungen führen zu Plattenverschleiß, rheologischen Problemen und ungleichmäßigem Farbauftrag. KT-110, KT-111, KT-7101 und KT-7121 sind die für Tief- und Flexodruck zu bewertenden Sorten.
Kosmetik, Seife und Nagelpflege:Beide Glimmerarten sind anwendbar, sofern die Formulierungen dies zulassen. Synthetische Glimmer werden aufgrund ihrer reineren Eigenschaften häufig in Kosmetika bevorzugt, die auf der Haut verbleiben. Bitte beachten Sie die geltenden regionalen Vorschriften für Ihre spezifische Endanwendung.
Epoxidharzboden und Arbeitsplatte / Kunstmarmor:Gröbere Körnungen – KT-154, KT-163, KT-183 und die großkörnige KT-7100-Serie – eignen sich hier gut. Die Partikelgröße trägt direkt zur optischen Tiefe und zum Glanz klarer Epoxidharzschichten bei. In diesem Bereich der Partikelgröße ist die Gleichmäßigkeit der Dispersion wichtiger als die Konzentration.
Bastelanwendungen:Die breiteren Glitzerpartikel bieten maximale visuelle Wirkung bei geringen Füllmengen und eignen sich daher für handgemischte oder in kleinen Mengen hergestellte Bastelmedien.
Die optische Wirkung dieser Pigmente beruht auf spiegelnder Reflexion und teilweiser Transmission durch die TiO₂-beschichteten Glimmerschichten. In der Praxis bedeutet dies, dass die Wirkung stark vom Betrachtungswinkel abhängt. Die Geometrie des Betrachters ist entscheidend – was bei 45° hellsilber erscheint, kann bei größeren Winkeln durchscheinend weiß wirken. Dies ist ein erwartetes Verhalten und kein Defekt.
Beim Mischen mit transparenten Farbmitteln oder Farbstoffen bleibt die Grundfarbe des Perlglanzes erhalten, wird aber durch das Farbmittel getönt – eine nützliche Technik für pastellfarbene Metallic-Effekte. Durch das Mischen mit Ruß verschiebt sich das Erscheinungsbild in Richtung silbergrau-metallic, was im Automobil- oder Industriebereich oft überzeugender wirkt als ein reiner Silberperlglanz.
Rutil-Sorten (solche, die SnO₂ als Keimbildner für die Rutil-TiO₂-Phase enthalten) bieten eine deutlich bessere UV-Stabilität und sind daher für Außenanwendungen oder sonnenexponierte Bereiche geeignet. Anatasbeschichtete Sorten eignen sich gut für Innenräume oder nicht UV-exponierte Bereiche, in denen ein hellerer, etwas kühlerer Weißton erwünscht ist.
Synthetische Glimmersorten sind gegenüber höheren Verarbeitungstemperaturen stabiler als ihre natürlichen Äquivalente – dies ist relevant für technische Kunststoffe oder Pulverbeschichtungen, die bei über 200 °C verarbeitet werden.
Perlglanzpigmente sind scherempfindlich. Hochgeschwindigkeits-Dispergiermaschinen, Kugelmühlen und Ultraschallprozessoren zerkleinern die Flocken und verringern die Partikelgröße – wodurch der Glitzereffekt verloren geht. Für die meisten Systeme sind schonendes Mischen, sanftes Rühren mit Paddeln oder Ankern sowie die direkte Zugabe gegen Ende des Prozesses die geeigneten Verfahren.
Übliche Füllstoffkonzentrationen liegen bei 2–8 % in Beschichtungen und Druckfarben und bei bis zu 15–20 % in Epoxid- oder Polyestergussverfahren. Höhere Füllstoffkonzentrationen in transparenten Systemen können die für künstliche Marmoreffekte typische „Schichtstein“-Optik erzeugen.
Diese Pigmente sind unter normalen Anwendungsbedingungen chemisch inert und mit den meisten Harzsystemen – Polyurethan, Epoxid, Acryl, Alkyd, Polyester und Nitrocellulose – kompatibel. Netzmittel können die Dispersion in wasserbasierten Systemen verbessern, bei denen die Pigmentoberfläche gegebenenfalls vorbehandelt werden muss, um Flotation oder Sedimentation zu reduzieren.
Wichtig zu beachten: Größere Partikelgrößen (über 100 μm) setzen sich in niedrigviskosen Systemen ab. Thixotrope Additive oder eine Vordispersion in der Gelphase tragen zur Aufrechterhaltung der Suspension in flüssigen Anwendungen bei.
F: Wie genau stimmen diese Werte mit den entsprechenden Iriodin-Effekt-Äquivalenten überein?
A: Für die direkt zugeordneten Noten – KT-100 vs. Iriodin 100, KT-103 vs. Iriodin 103, KT-151 vs. Iriodin 151