

Natürliches Perlglanzpigment auf Glimmerbasis – Silberweiß-Serie
Silberweiße Perlglanzpigmente bilden die Basis für die Formulierung von Effektpigmenten – sie sind die erste Wahl für jeden Formulierer. Bei ihnen haben bereits kleine Unterschiede in Partikelgröße, Substratreinheit und TiO₂-Beschichtungsqualität den größten praktischen Einfluss auf das Endprodukt.
Artikelnummer :
100 Silver White SeriesFarbeffekt :
Silver WhitePartikelgröße :
<15μm,5-20μm,10-40μm,20-100μm,30-150μm,40-200μm,50-500μmZusammensetzung :
Mica, Titanium Dioxide, Tin OxideMarke :
Kolortek / OEMMindestbestellmenge :
25KGAnwendung :
Paints & Coatings, Printing Inks, Cosmetics, Soaps, Nail Polish, Epoxy Flooring, Artificial Marble, Crafts, etc.Die Silver White Serie von Kolortek umfasst sowohl natürliche, auf Glimmer basierende Perlglanzpigmente (KT-100 Serie) als auch synthetische, auf Glimmer basierende Perlglanzpigmente (KT-7100 Serie). Beide Produktlinien basieren auf demselben Aufbau – mit Rutil-Titandioxid beschichtete Glimmerplättchen – eignen sich jedoch für unterschiedliche Anwendungsbereiche, weshalb die Wahl zwischen ihnen nicht immer einfach ist.
Der Effekt entsteht durch Interferenz und Reflexion. Trifft Licht auf die mit TiO₂ beschichtete Glimmerplättchen, wird ein Teil reflektiert, der andere Teil dringt durch – diese Wechselwirkung erzeugt den Perlmutt- oder Metallglanz. Die Partikelgrößenverteilung bestimmt, ob ein feines Satin-Finish oder ein grober, stark funkelnder Effekt entsteht. Es ist ein einfacher Zusammenhang, der bei der Auswahl der Körnung jedoch leicht falsch interpretiert werden kann.
Vermengt man diese silberweißen Farben mit transparenten Farbstoffen oder Pigmenten, nehmen sie deren Farbe an und behalten dabei ihren Glanz – was sie zu einer äußerst vielseitigen Basis macht. Die Zugabe von Ruß führt zu einem silbergrauen, metallischen Erscheinungsbild mit stärkerem Glanzkontrast. In Kombination mit Aluminiumpaste erhält man ein helles, hochdeckendes Silberweiß.
Einige Sorten dieser Serie enthalten Zinnoxid als Bestandteil der Beschichtung. Dies verändert die elektrischen Oberflächeneigenschaften und verbessert die Haftung in bestimmten Harzsystemen – ein wichtiger Aspekt, der bei der Arbeit mit leitfähigkeitsempfindlichen Formulierungen berücksichtigt werden sollte.
Die KT-100-Produktlinie verwendet natürlichen Muskovit-Glimmer als Trägermaterial. Sie deckt ein breites Spektrum ab, von feinkörnigen Satin-Qualitäten bis hin zu grobkörnigen Glitzereffekten. Natürlicher Glimmer ist kostengünstig und eignet sich hervorragend für die meisten industriellen und dekorativen Anwendungen.
| Modell | Name | Zusammensetzung | Partikelgröße |
|---|---|---|---|
| KT-100 | Silberperle | Glimmer, TiO₂ | 10–60 μm |
| KT-101 | Bestrahlendes Weiß | Glimmer, TiO₂ | 10–70 μm |
| KT-103 | Rutilsilber | Glimmer, TiO₂, SnO₂ | 10–60 μm |
| KT-104 | Seide Silber | Glimmer, TiO₂, SnO₂ | 10–40 μm |
| KT-105 | Helle Perle | Glimmer, TiO₂ | 10–50 μm |
| KT-110 | Feines Satinweiß | Glimmer, TiO₂ | <15 μm |
| KT-111 | Feines Satinsilber | Glimmer, TiO₂, SnO₂ | <15 μm |
| KT-119 | Silberner Satin | Glimmer, TiO₂, SnO₂ | 5–20 μm |
| KT-121 | Rutil-Glanz-Satin | Glimmer, TiO₂, SnO₂ | 5–25 μm |
| KT-151 | Blitzweiß | Glimmer, TiO₂ | 10–100 μm |
| KT-152 | Flash Silver | Glimmer, TiO₂, SnO₂ | 10–100 μm |
| KT-153 | Glitzerweiß | Glimmer, TiO₂ | 20–100 μm |
| KT-154 | Glitzerperle | Glimmer, TiO₂ | 30–150 μm |
| KT-163 | Schimmernde Perle | Glimmer, TiO₂ | 40–200 μm |
| KT-173 | Seidenperle | Glimmer, TiO₂ | 10–40 μm |
| KT-183 | Funkelnde Perle | Glimmer, TiO₂ | 50–500 μm |

Die KT-7100-Serie verwendet Fluorphlogopit – synthetischen Glimmer – als Substrat. Der strukturelle Unterschied ist entscheidend. Synthetischer Glimmer wird unter kontrollierten Bedingungen hergestellt, was eine höhere Substratreinheit, praktisch keine schwarzen Einschlüsse und eine deutlich gleichmäßigere Flockenmorphologie zur Folge hat. In der Praxis bedeutet dies reinere Weißtöne, eine bessere Reproduzierbarkeit des Glanzes von Charge zu Charge und eine verbesserte thermische Stabilität in Hochtemperatur-Verarbeitungsumgebungen wie der Kunststoffverarbeitung oder Pulverbeschichtung.
Bei den Silber-Unterserien KT-7121 bis KT-7128 innerhalb dieser Linie handelt es sich um unbeschichtete Fluorphlogopit-Sorten – nützlich, wenn man den optischen Beitrag des Glimmersubstrats selbst ohne TiO₂-Interferenzeffekte benötigt.
| Modell | Name | Zusammensetzung | Partikelgröße |
|---|---|---|---|
| KT-7101 | Feines Satinweiß | Fluorphlogopit, TiO₂ | <15 μm |
| KT-7102 | Satinweiß | Fluorphlogopit, TiO₂ | 5–25 μm |
| KT-7103 | Strahlend Weiß | Fluorphlogopit, TiO₂ | 10–60 μm |
| KT-7104 | Glanzweiß | Fluorphlogopit, TiO₂ | 15–75 μm |
| KT-7105 | Blitzweiß | Fluorphlogopit, TiO₂ | 10–100 μm |
| KT-7106 | Glitzerweiß | Fluorphlogopit, TiO₂ | 30–150 μm |
| KT-7107 | Funkelndes Weiß | Fluorphlogopit, TiO₂ | 40–300 μm |
| KT-7108 | Ultra Sparkle White | Fluorphlogopit, TiO₂, SnO₂ | 50–350 μm |
| KT-7109 | Intensiv funkelndes Weiß | Fluorphlogopit, TiO₂, SnO₂ | 200–700 μm |
| KT-7191 | Intensiv funkelndes Weiß | Fluorphlogopit, TiO₂ | 100–1000 μm |
| KT-7192 | Maxima Weiß | Fluorphlogopit, TiO₂, SnO₂ | 200–1000 μm |
| KT-7121 | Feines Satinsilber | Fluorphlogopit | <15 μm |
| KT-7122 | Satinsilber | Fluorphlogopit | 5–25 μm |
| KT-7123 | Glanzsatinsilber | Fluorphlogopit | 10–40 μm |
| KT-7124 | Seide Silber | Fluorphlogopit | 10–50 μm |
| KT-7125 | Helles Silber | Fluorphlogopit | 10–60 μm |
| KT-7126 | Flash Silver | Fluorphlogopit | 20–100 μm |
| KT-7127 | Glitzerndes Silber | Fluorphlogopit | 30–100 μm |
| KT-7128 | Glitzerndes Silber | Fluorphlogopit | 30–150 μm |
Die Eignung für die Anwendung hängt stark von der verwendeten Körnung ab. Feinkörnige Körnungen ( Mittlere Korngrößen (10–60 μm, 15–75 μm) sind die Standardkomponenten für Farben, Lacke und Flüssigsysteme. Sie lassen sich beim Auftragen mit Pinsel, Rolle oder Spritzpistole gut ausrichten und erzeugen einen gleichmäßigen Glanz ohne sichtbare Körnung. Für Epoxidharzböden und Gussplatten aus Arbeitsplatten oder Kunstmarmor sorgen die gröberen Korngrößen – KT-154, KT-163, KT-183 (Naturglimmer) bzw. KT-7107 bis KT-7192 (synthetischer Glimmer) – für die visuelle Tiefe und den Glanz, die diese Kategorie auszeichnen. Für maximale optische Wirkung bei Gussanwendungen ist die Korngröße KT-7191/KT-7192 bis zu 1000 μm erhältlich. Bei handwerklichen Anwendungen greift man je nach Medium eher auf mittlere bis grobe Partikelgrößen zurück – Harzgüsse, dekorative Oberflächen und ähnliche Arbeiten profitieren von einer breiteren Partikelgrößenverteilung, die eine natürliche Variation der Glitzerintensität erzeugt. Dies ist die am häufigsten gestellte Frage. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf die Anwendungsanforderungen an, nicht darauf, welches Substrat an sich überlegen ist. Natürliche, auf Glimmer basierende Perlglanzpigmente decken die meisten industriellen und dekorativen Anwendungsbereiche kostengünstig ab. Das Substrat weist geringe mineralische Einschlüsse auf – darunter gelegentlich schwarze Flecken –, was eine natürliche Eigenschaft von abgebautem Muskovit ist. Für die meisten Beschichtungs- und Kunststoffanwendungen hat dies keine messbaren funktionalen Auswirkungen. Wenn jedoch optische Reinheit von höchster Bedeutung ist – beispielsweise bei Kosmetika, hochglänzenden weißen Lacken oder Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Farbgenauigkeit – können diese Einschlüsse bei höheren Dosierungen problematisch werden. Synthetischer Glimmer (Fluorphlogopit) löst dieses Problem. Das Substrat ist reiner, die Flockenstruktur gleichmäßiger und die thermische Belastbarkeit deutlich höher – relevant für die Kunststoffverarbeitung oberhalb von 280 °C oder für Aushärtungszyklen von Pulverbeschichtungen. Auch die Glanzfarbe ist in der Regel reiner. Der Nachteil sind die höheren Kosten im Vergleich zu natürlichen Glimmersorten. In der Praxis verwenden die meisten Formulierer für Standardanwendungen auf Industriebasis natürliche, auf Glimmer basierende Perlglanzpigmente und wechseln erst dann zur synthetischen Glimmerserie, wenn die Anwendung dies erfordert – nicht als Standard-Upgrade. Diese Pigmente sind plättchenförmig. Daher beeinflusst die Dispersionstechnik das optische Endergebnis direkt. Starkes Mischen mit hoher Scherkraft führt zum Aufbrechen der Plättchen und reduziert den Glanz – die Partikelgröße nimmt ab und der Effekt verschlechtert sich sichtbar. Die richtige Vorgehensweise ist das Einarbeiten mit geringer Scherkraft, typischerweise durch sanftes Rühren oder langsames Rühren mit einem Paddel. Geben Sie das Pigment, sofern dies die Formulierungsreihenfolge zulässt, zuletzt hinzu. Die Ausrichtung ist bei Beschichtungen entscheidend. Bei Sprühverfahren muss vor der Aushärtung ausreichend Zeit zum Fließen eingeplant werden, damit sich die Beschichtungsplättchen parallel zum Substrat ausrichten. Eine unzureichende Ausrichtung führt zu einem matten Glanz, unabhängig von der gewählten Beschichtungssorte. Diese Pigmente sind mit den meisten Harzsystemen kompatibel – wasserbasiert, lösemittelbasiert, UV-härtend und pulverförmig. Die SnO₂-haltigen Typen (KT-103, KT-104, KT-111, KT-119, KT-121, KT-152, KT-7108, KT-7109, KT-7192) weisen eine andere Oberflächenchemie auf, die die Benetzung in einigen Formulierungen beeinflussen kann. Sollten Haftungs- oder Schwimmprobleme auftreten, empfiehlt es sich, die Pigmentauswahl zu überprüfen, bevor die Dispergiermittel angepasst werden. Die typische Beladungsspanne liegt je nach System und angestrebtem Effekt zwischen 1 und 10 %. Höhere Beladungen verbessern das visuelle Ergebnis nicht immer – ab einer bestimmten Konzentration wirkt die Interferenz zwischen den Thrombozyten der Orientierung entgegen.Natürlicher vs. synthetischer Glimmer: Ein praktischer Vergleich
Hinweise zur Formulierung und Handhabung