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Wie man das richtige Farbmittel für Harzprojekte auswählt

Wie man das richtige Farbmittel für Harzprojekte auswählt

Apr 20, 2026
Jerry Wang

Autor

Bei Kolortek arbeiten wir mit globalen Partnern zusammen, um innovative Pigmentlösungen zu entwickeln, die den sich wandelnden Marktanforderungen gerecht werden. Dank fortschrittlicher Fertigungstechnologien und strenger Qualitätskontrollen zeichnen sich unsere Produkte durch Beständigkeit, Leistungsfähigkeit und dauerhafte Zuverlässigkeit aus.

Jerry Wang

Die Wahl des richtigen Farbmittels für Harzprojekte: Ein praktischer Leitfaden für Formulierer

Harzarbeiten wirken von außen betrachtet täuschend einfach. Zwei Komponenten mischen, Farbe hinzufügen, gießen. In der Praxis liegt der Ursprung der meisten Probleme bei der Farbwahl – auslaufende Farbstoffe, Pigmente, die nicht richtig einziehen, Effekte, die nach dem Aushärten flach wirken, oder Chargen, die von Lauf zu Lauf variieren. Die Wahl des/derFarbstoff für Harzwirkt sich nicht nur auf die Ästhetik aus, sondern auch auf das Verarbeitungsverhalten, die Aushärtungsintegrität und die Langzeitstabilität.

Dieser Leitfaden richtet sich an alle, die Farbmittel für Epoxid-, Polyurethan-, Polyester- und UV-härtende Harzsysteme entwickeln oder beschaffen – egal ob für Gieß-, Beschichtungs-, Verkapselungs- oder dekorative Anwendungen. Wir behandeln die wichtigsten Farbmittelkategorien, ihr Verhalten in Harzmatrizen und ihre jeweiligen Anwendungsbereiche (und deren Grenzen).


Die Kernkategorien von Harzfarbstoffen

Es gibt vier praktische Kategorien, mit denen Sie arbeiten werden: Flüssigfarbstoffe, Oxidpigmente, Effektpigmente (Perlglanz-, Metallic-, Holografie- und Spezialpigmente) und Funktionspigmente (thermochrome, photochrome, nachleuchtende Pigmente). Jede Kategorie basiert auf unterschiedlichen chemischen Prozessen, liefert unterschiedliche visuelle Ergebnisse und unterliegt unterschiedlichen Formulierungsanforderungen.

Sie sind nicht austauschbar. Die Wahl der falschen Kategorie ist ein grundlegenderer Fehler als die Wahl des falschen Farbtons.

epoxy resin pigment

Flüssige Farbstoffe

Lösungsmittel- und alkoholbasierte Farbstoffe dispergieren auf molekularer Ebene im Harz, was ihnen selbst bei sehr geringer Dosierung eine hervorragende Transparenz und leuchtende Farben verleiht. Für klare Gussteile, bei denen eine juwelenartige Tiefe gewünscht ist – beispielsweise farbige Harzflüsse, transparente Fliesen oder dekorative Einkapselungen – sind Farbstoffe oft der einfachste Weg zu einer reinen, satten Farbe.

Die Nachteile sind real. Farbstoffe wandern. In halbflexiblen oder weichen Polyurethansystemen können sie mit der Zeit auf die Oberfläche oder in angrenzende Materialien ausbluten. Die UV-Beständigkeit ist im Vergleich zu Pigmenten generell gering – viele Farbstoffe bleichen bei längerer UV-Bestrahlung merklich aus. Für Außenanwendungen oder alles, was über Jahre hinweg farbecht bleiben soll, sind Farbstoffe die falsche Wahl, es sei denn, man verwendet UV-stabile Reaktivfarbstoffe und schützt die Oberfläche.

Wichtig zu wissen: Manche Farbstoffe beeinträchtigen die Aushärtung von platinvermittelten Silikonen. Wenn Sie mit Silikon arbeiten, testen Sie die Kompatibilität, bevor Sie sich für ein Farbstoffsystem entscheiden.

Oxid- und Deckpigmente

Eisenoxide – in Gelb-, Rot-, Schwarz- und Brauntönen – sind die wichtigsten Farbstoffe für deckende Harze. Sie sind chemisch inert, hitzebeständig bis über 300 °C (je nach Qualität) und wandern nicht. Kosmetikgeeignete Eisenoxide finden Verwendung in einer Vielzahl von Produkten, von Schmuck aus Harz für den Hautkontakt bis hin zu Dekorationsgegenständen, bei denen es auf Konsistenz ankommt.

Die größte Herausforderung bei der Formulierung von Oxiden liegt in der Dispersion. Trockenes Oxidpigmentpulver, das ohne ausreichende Benetzung direkt dem Harz zugegeben wird, führt typischerweise zu Agglomeraten – sichtbaren Flecken und ungleichmäßiger Farbe, insbesondere bei helleren Farbtönen. Eine korrekte Dispersion erfordert entweder eine Vordispergierung in einem Träger (einer kleinen Menge Harzkomponente A oder eines kompatiblen Weichmachers) unter mechanischer Scherung oder die Verwendung des Pigments in Form einer vorbenetzten Paste.

Die Partikelgröße ist hier entscheidend. Ein D50-Wert im Bereich von 0,2–1 µm sorgt für volle Deckkraft und gute Farbentwicklung. Gröberes Material kann grau oder matt wirken, da die Lichtstreuung durch das Pigmentvolumen nicht optimal ist. Beim Mischen individueller Farbtöne ist es unerlässlich, den Grundton im Vergleich zum Unterton jedes Oxids zu verstehen – reines rotes Eisenoxid wirkt in Farbtönen braun, nicht rosa.

Effektpigmente: Wo die Harzfärbung interessant wird

EpoxidharzpigmentAnwendungen erfordern zunehmend visuelle Effekte, die mit matten Oxiden und Farbstoffen nicht erzielt werden können. Hier kommen Perlglanz-, Metallic- und Spezialeffektpigmente zum Einsatz.

Effektpigmente sind plättchenförmige Partikel – typischerweise Glimmer, beschichtet mit Metalloxiden (TiO₂, Fe₂O₃, SnO₂ usw.) oder synthetischen Substraten wie Borosilikat oder Aluminium –, die durch Interferenz, Reflexion und Brechung anstatt durch Absorption Farben und optische Effekte erzeugen. Die wahrgenommene Farbe hängt vom Betrachtungswinkel, der Schichtdicke und der Partikelgröße des Pigments ab. Dieses Verhalten unterscheidet sie grundlegend von herkömmlichen Pigmenten.

Bei Harzsystemen ist die Ausrichtung der Flocken entscheidend. Sind die Plättchen parallel zur Gießoberfläche ausgerichtet, erzielt man maximalen Glanz und eine gleichmäßige Farbausbreitung. Sind sie hingegen unregelmäßig ausgerichtet – was bei dickeren Gießvorgängen mit hochviskosem Harz vorkommt –, wirkt der Effekt gedämpft und die Farbausbreitung geht verloren. Niedrigviskose Systeme, geringe Gießtiefen und langsame Aushärtungszeiten begünstigen eine gute Flockenausrichtung.

Die Partikelgröße reicht von ca. 5 µm (fein, seidenmatter Effekt) bis über 200 µm (grob, stark glitzernd). Für den Harzguss bieten mittlere Körnungen (20–100 µm) in der Regel das beste Verhältnis von Effektintensität und Verarbeitbarkeit. Sehr feine Körnungen ermöglichen exzellente, seidenmatte Oberflächen, erfordern jedoch eine sorgfältige Dispergierung, um Klumpenbildung zu vermeiden. Sehr grobe Körnungen setzen sich in niedrigviskosem Harz schnell ab und können sich ungleichmäßig verteilen, wenn sie ohne kontrollierten Fluss in eine Form gegossen werden.

Vergleich der HauptHarzfarbpigmentOptionen

FarbstofftypTransparenzUV-StabilitätMigrationsrisikoWirkungsfähigkeitTypische Beladung
Flüssiger / Alkoholischer FarbstoffHochSchlecht bis mittelHochNur einfarbig0,01–0,5 %
EisenoxidpigmentUndurchsichtigExzellentKeinerNur einfarbig1–5 %
Perlmutt-/GlimmerpigmenthalbtransparentGut bis ausgezeichnetKeinerPerlmutt, Schimmer, Farbreise1–5 %
Metallisches / Aluminiumpigmentundurchsichtig reflektierendMäßig (Schutz erforderlich)KeinerSpiegelartig metallisch2–8 %
Holographisches PigmenthalbtransparentMäßigKeinerRegenbogenspektrum-Beugung1–3 %
Chamäleon / ChromashifthalbtransparentGutKeinerFarbverschiebung aus verschiedenen Blickwinkeln1–4 %
Thermochromes PigmentVariiertMäßigKeinerTemperaturabhängiger Farbwechsel3–8 %
LeuchtpigmentDurchscheinendGutKeinerPhosphoreszierendes Nachleuchten10–30 %

Effektpigmente in Harz: Was in der Praxis wirklich zählt

Perlglanzpigmente

Standard-Glimmer-TiO₂-Perlglanzlacke sind die am weitesten verbreiteten.Farbpigmente für HarzSie werden in dekorativen Guss- und Bastelanwendungen eingesetzt. Sie sind in Epoxid- und Polyurethansystemen chemisch inert, beeinträchtigen die Verarbeitungszeit bei üblichen Dosierungen (1–4 Gew.-%) nicht und erzeugen je nach Sorte und Partikelgröße sanfte bis intensive Perlmutteffekte.

Silberweiße Interferenzfarben (wie die KT-100-Serie) erzeugen je nach Betrachtungswinkel ein reines Weiß oder blau-violette Interferenz – ideal als Grundierung oder gemischt mit Oxiden für farbige Perlmutteffekte. Gold- und Metallglanz-Serien bieten warme Töne mit höherer Deckkraft. Die Multicolor-Serie ermöglicht komplexere Farbübergänge, bei denen sich die Interferenzfarbe deutlich von der Grundfarbe abhebt.

Ein oft übersehener Aspekt: ​​Die Hintergrundfarbe ist entscheidend. Perlglanzpigmente sind von Natur aus halbtransparent. Auf schwarzem Untergrund oder dunklem Harz kommen die Interferenzfarben besonders gut zur Geltung. In weiß getöntem oder stark decken Harz hingegen verblasst der Interferenzeffekt, und man erhält im Grunde nur noch Glitzer. Wählen Sie Ihren Untergrund daher entsprechend.

Chamäleon- und Farbwechselpigmente

Chamäleonpigmente – mehrschichtige Interferenzstrukturen, typischerweise auf Glimmer- oder synthetischen Glimmersubstraten – erzeugen einen stark winkelabhängigen Farbwechsel: Ein einzelnes Pigment wechselt je nach Betrachtungswinkel zwischen zwei oder mehr unterschiedlichen Farben. Typische Beispiele sind Blau-Violett, Gold-Grün und Rot-Gold. In Harz erfordert dieser Effekt eine gute Ausrichtung der Pigmentflocken und eine ausreichende Gießtiefe, um den Kontrast zwischen frontaler und schräger Betrachtung zu erzielen.

Die Farbverschiebung ist auf dunklem oder schwarzem Hintergrund am deutlichsten. Die Verwendung von Chamäleonpigmenten in einem weißen oder deckenden Harzsystem führt zwar zu einer Farbverschiebung, die visuelle Gesamtwirkung ist jedoch deutlich geringer. Dies liegt nicht an den Pigmenten selbst, sondern an den physikalischen Gesetzen. Dünnschichtinterferenz erfordert die Absorption des transmittierten Anteils, damit der reflektierte Anteil visuell dominant wird.

Holographische Pigmente

Echte holografische Pigmente funktionieren durch Beugung – ein lasergeprägtes Muster auf einem Polyester- oder Aluminiumsubstrat zerlegt weißes Licht in seine Spektralkomponenten und erzeugt so Regenbogenfarben, die sich mit dem Einfallswinkel stark verändern. Der Effekt unterscheidet sich deutlich von Interferenz-Perlglanzpigmenten: Er ist schärfer, schimmert wie eine Discokugel und erinnert an Seide.

In Harz verhalten sich holografische Pigmente bei geringen Konzentrationen (1–2 %) in klaren oder leicht getönten Systemen gut. Höhere Konzentrationen erhöhen zwar die Glitzerdichte, verbessern aber nicht unbedingt den holografischen Effekt – im Gegenteil, die Partikelstapelung kann ihn sogar verringern. Sie eignen sich am besten für dünne Gießschichten oder als oberflächliche Zugabe in der letzten Schicht eines Mehrschichtgusses.

Metallische (Aluminium-)Pigmente

Aluminiumflockenpigmente erzielen eine hohe Spiegelreflexion – einen echten metallischen Glanz, den Perlglanzpigmente auf Glimmerbasis nicht erreichen. Der Nachteil bei Harzen liegt in der chemischen Reaktivität: Unbeschichtetes Aluminium reagiert mit Feuchtigkeit und kann Wasserstoffgas bilden, was zu Poren oder Lufteinschlüssen im ausgehärteten Bauteil führen kann. Bei Epoxidharzen ist dies in der Regel beherrschbar; bei Polyurethanen (insbesondere feuchtigkeitshärtenden Systemen) stellt es ein echtes Problem dar.

Beschichtete oder passivierte Aluminiumsorten reduzieren dieses Risiko deutlich. Wenn Sie Aluminiumpigmente für Harzarbeiten verwenden, überprüfen Sie die Beschichtungszusammensetzung und führen Sie Tests in Ihrem spezifischen System durch, bevor Sie die Produktion erhöhen. Eine Beladung von über 5 % kann die Oberflächenhärtung in UV-Systemen beeinträchtigen, indem sie das Eindringen von UV-Licht blockiert.


Funktionelle Pigmente: Thermochrome, photochrome und im Dunkeln leuchtende Pigmente

Funktionelle Pigmente verleihen Produkten nicht nur Farbe, sondern auch Verhalten. Sie werden zunehmend für Neuheiten, Lehrmittel, Sicherheitskennzeichnungen und interaktive Dekorationsartikel eingesetzt.

Thermochrome PigmenteThermochrome Materialien ändern ihre Farbe bei bestimmten Temperaturschwellen – typischerweise reversibel zwischen einem farbigen und einem farblosen (oder andersfarbigen) Zustand. Bei Harzen ist die Verarbeitungstemperatur die wichtigste Einschränkung. Die meisten auf Leukofarbstoffen basierenden Thermochrome reagieren empfindlich oberhalb von 80–100 °C und sind daher nicht für Hochtemperatur-Gießverfahren oder Systeme geeignet, die eine signifikante exotherme Wärmeentwicklung erzeugen. Standard-Epoxidharz-Güsse in mittlerer Dicke sind in der Regel unproblematisch. BPA-freie Varianten sind für Anwendungen mit Lebensmittelkontakt oder Hautnähe wichtig.

Photochrome PigmenteUnter UV-Licht/Sonnenlicht dunkeln sie nach und verblassen im Dunkeln oder in Innenräumen. In klarem Harz eignen sie sich gut für UV-reaktive visuelle Effekte. Wichtig: UV-stabile Decklacke oder UV-Absorber zum Schutz des Harzes reduzieren oder eliminieren die photochrome Reaktion. Beides gleichzeitig ist nicht möglich – entweder schützen Sie das Harz vor UV-Strahlung oder Sie lassen das photochrome Pigment aktivieren. Konzentrieren Sie sich bei der Produktentwicklung auf eine Priorität.

Leuchtpigmente(Typischerweise auf Strontiumaluminatbasis) benötigen hohe Beladungen – oft 15–25 Gew.-% –, um eine nennenswerte Nachleuchtdauer und Helligkeit zu erzielen. Bei diesen Beladungen beeinflussen sie die Viskosität und Transparenz des Harzes merklich. Eine Partikelgröße im Bereich von 30–200 µm ist üblich; feinere Korngrößen sind weniger hell, aber leichter zu verarbeiten. Die entscheidende Variable ist die Ladezeit: ausreichende Belichtung mit UV- oder Weißlicht vor der Dunkelheit. Bei tiefen Gussteilen ist der Leuchteffekt oberflächenbegrenzt – das geladene Material nahe der Oberfläche wird gut aktiviert, aber die darunter liegenden Schichten tragen weniger zum sichtbaren Leuchteffekt bei.


Streuung: Die Variable, die darüber entscheidet, ob irgendetwas davon funktioniert

Selbst das beste Pigment erzielt keine optimale Wirkung, wenn die Dispersion mangelhaft ist. Dies ist keine Randnotiz im Verarbeitungsprozess – es ist der entscheidende Faktor für Farbkonsistenz, Effektintensität und Chargenreproduzierbarkeit.

Bei Oxidpigmenten ist die Vordispergierung in einer kleinen Menge Harzkomponente A mithilfe eines Hochleistungsmischers (oder bei kleinen Mengen auch eines flexiblen Rührwerks) vor dem Mischen mit Komponente B gängige Praxis. Trockenes Pulver, das direkt in das Harzgemisch gegeben wird, führt fast immer zu Agglomeraten.

Bei Effektpigmenten (Perlglanz-, Holografie- und Chamäleonpigmente) ist Übermischen das gegenteilige Problem. Starke Scherkräfte führen zum Aufbrechen der Plättchen, verringern die Partikelgröße und zerstören den optischen Effekt. Diese Pigmente sollten vorsichtig – mit einem Spatel oder einem Rührgerät bei niedriger Drehzahl – untergehoben werden, nachdem die Harzkomponenten bereits vermischt sind. Ziel ist die Benetzung und gleichmäßige Verteilung, nicht die Scherung.

Auch die Oberflächenbehandlung des Pigments spielt hier eine Rolle. Behandelte Pigmente – beispielsweise mit Silan oder anderen Haftvermittlern – benetzen Harz schneller und bleiben länger in Suspension. Bei Absetzerscheinungen in niedrigviskosen Systemen lohnt sich die Prüfung oberflächenbehandelter Pigmente.


Kompatibilitätsüberlegungen nach Harztyp

Nicht allePigment für Harz-EpoxidDie Anwendungen verhalten sich bei verschiedenen Harzchemien gleich. Einige Besonderheiten sollten beachtet werden:

Epoxidsysteme:Im Allgemeinen ist es am unkompliziertesten. Die meisten anorganischen Pigmente und Glimmereffekte sind vollständig kompatibel. Achten Sie auf aminreaktive Pigmentoberflächenbehandlungen (selten, aber in einigen Produkten vorhanden), die die Härterchemie beeinträchtigen können. Einige organische Pigmente werden vom Aminhärter absorbiert und verändern ihre Farbe leicht – testen Sie daher vor der endgültigen Anwendung separat in Komponente A und Komponente B.

Polyurethansysteme:Feuchtigkeitsempfindlich. Pigmentpasten oder -dispersionen mit wasserbasiertem Träger sind ungeeignet. Unbeschichtete Aluminiumpigmente bilden bei geringsten Feuchtigkeitsspuren Wasserstoff. Die Pigmente müssen vollständig trocken sein, und die Pastenträger müssen auf Polyol- oder Lösemittelbasis beruhen.

UV-härtende Harze:Die Pigmentmenge beeinflusst die Aushärtungstiefe direkt. Stark pigmentierte UV-Systeme können in dicken Schichten unvollständig aushärten, da das Pigment die UV-Strahlung absorbiert oder streut, bevor sie den Boden des Gusses erreicht. Eisenoxide (insbesondere gelbe und rote) absorbieren UV-Strahlung besonders stark. Bei der Verarbeitung von opaken Systemen sollte die Aushärtung – beispielsweise durch Barcol-Härteprüfung oder Bleistifthärteprüfung an der Basis – überprüft werden.

Polyesterharze:Das Styrolmonomer in ungesättigten Polyestern kann manche Farbstoffsysteme auflösen und zum Ausbluten führen. Verwenden Sie daher am besten anorganische Pigmente oder solche, die explizit in Polyester getestet wurden. Perlglanzpigmente verhalten sich im Allgemeinen gut, aber vergewissern Sie sich, dass die Pigmente keiner sauren Oberflächenbehandlung unterzogen wurden, die mit dem Styrolsystem reagieren könnte.


Eine Anmerkung zu Beschaffung und Chargenkonsistenz

Für die Produktionsarbeit ist die Chargenkonsistenz von Charge zu Charge wichtig.EpoxidharzpigmentDie Verfügbarkeit ist nicht selbstverständlich – sie muss explizit spezifiziert und überprüft werden. Effektpigmente reagieren darauf besonders empfindlich. Eine Abweichung der D50-Partikelgröße um 5 µm zwischen verschiedenen Chargen verändert den Glitzercharakter. Geringfügige Schwankungen in der Dicke der TiO₂-Beschichtung verschieben die Interferenzfarbe. Diese Abweichungen sind bei einer Einzelchargenbestellung nicht sichtbar und werden erst bei größeren Mengen oder Nachbestellungen deutlich.

Bei der BewertungLieferanten von HarzfarbstoffenFragen Sie gezielt nach den Chargentoleranzen für Farbe und Partikelgröße, nicht nur nach den Werten im Produktdatenblatt. Ein Lieferant, der nach ISO 9001 fertigt und über dokumentierte Prozesskontrollen verfügt, ist ein guter Anfang, aber keine Garantie – entscheidend ist, ob er die richtigen Parameter speziell für Effektpigmente misst und kontrolliert.

Kolortek produziert perlmuttartige, chamäleonartige, holografische, thermochrome und weitere Effektpigmente mit dokumentierter Chargenstabilität über alle Produktionslinien hinweg und beliefert Kunden in über 100 Ländern. Speziell für Harzanwendungen bietet Kolortek Unterstützung bei der Formulierung und Mustersätze für verschiedene Produktfamilien – besonders hilfreich, wenn Sie für ein neues Projekt verschiedene Effektarten evaluieren.


Häufig gestellte Fragen

Welches Farbmittel eignet sich besser für Harz – Pigment oder Farbstoff?
Für die meisten Anwendungen in der Produktion und bei langlebigen Produkten sind Pigmente Farbstoffen überlegen. Pigmente wandern nicht, weisen eine höhere UV-Stabilität auf und gewährleisten eine gleichbleibende Farbqualität von Charge zu Charge. Farbstoffe eignen sich zwar für transparente, juwelenartige Effekte bei sehr geringen Konzentrationen, neigen aber mit der Zeit zum Verblassen und Ausbluten. Verwenden Sie Farbstoffe für ästhetische Anwendungen, bei denen Langlebigkeit nicht entscheidend ist; Pigmente hingegen für alle Anwendungen, bei denen Farbbeständigkeit wichtig ist.

Wie viel Pigment für das Epoxidharz sollte ich hinzufügen?
Für Eisenoxid- oder Standard-Deckpigmente: 1–5 Gew.-% bezogen auf die Gesamtharzmasse. Für Perlglanz- und Effektpigmente: 1–4 % erzielen in der Regel einen guten Effekt, ohne die Aushärtung zu beeinträchtigen. Nachleuchtende Pigmente benötigen 10–25 % für ein deutliches Nachleuchten. Geben Sie das Pigment immer vor dem Mischen mit dem Härter zu Komponente A hinzu und testen Sie die Aushärtungszeit bei höheren Konzentrationen, um sicherzustellen, dass keine Aushärtungshemmung auftritt.

Kann ich kosmetische Glimmerpigmente in Harz verwenden?
Ja, kosmetische Perlglanzpigmente auf Glimmerbasis sind vollständig mit Epoxidharzsystemen kompatibel und werden häufig im Kunstguss eingesetzt. Achten Sie darauf, dass das Pigment keine Oberflächenbehandlungen aufweist, die eine ausschließliche Verwendung im kosmetischen Bereich vorschreiben (einige Pigmente besitzen Oberflächenbeschichtungen, die zwar Hautverträglichkeit gewährleisten, aber in Harzen keinen Mehrwert bieten). Für industrielle Harzanwendungen sind industrielle Perlglanzpigmente in der Regel chemisch identisch und kostengünstiger.

Warum sehen meine Perlglanzpigmente nach dem Aushärten im Harz matt aus?
Die wahrscheinlichsten Ursachen sind: zu starkes Verrühren beim Hinzufügen (wodurch die Plättchenstruktur zerstört wird), unzureichende Ausrichtung der Flocken (aufgrund eines hochviskosen Systems oder einer zu dicken Gießschicht) oder eine weiße/undurchsichtige Basis, die den Interferenz-Effekt verdeckt. Versuchen Sie, die Masse dünner in ein klares Harz zu gießen, das Pigment am Ende des Mischvorgangs vorsichtig unterzuheben und sicherzustellen, dass die Basis dunkel oder transparent ist.

Sind thermochrome Pigmente sicher in Harzen zu verwenden?
Standardmäßige thermochrome Farbstoffe auf Leuko-Basis sind nicht lebensmittelecht und sollten nicht für Produkte mit längerem Haut- oder Mundkontakt verwendet werden, es sei denn, sie sind ausdrücklich für diesen Zweck zugelassen. BPA-freie thermochrome Farbstoffe (die auf den Entwicklerbestandteil BPA-haltiger Formulierungen verzichten) sind erhältlich und für Verbraucherprodukte vorzuziehen. Beachten Sie stets das Sicherheitsdatenblatt und die Zulassungsdokumentation des jeweiligen Produkts.

Wo finde ich zuverlässige Lieferanten von Harzfarbstoffen für Produktionsmengen?
Wichtige Kriterien: dokumentierte Daten zur Chargenkonsistenz (nicht nur Datenblätter), REACH-Konformität für EU-Märkte, Fähigkeit zur Bereitstellung technischer Unterstützung bei der Rezepturentwicklung und ausreichende Produktionskapazität für Ihre Mengen. Musterprogramme, die es Ihnen ermöglichen, verschiedene Produktlinien zu testen, bevor Sie sich auf Produktionsmengen festlegen, sind bei seriösen Herstellern Standard. Fordern Sie Muster mit Chargennummern an und fragen Sie nach historischen Chargendaten für das jeweilige Produkt.


Wenn Sie Effektpigmente für eine Harzanwendung evaluieren – sei es für eine neue Produktlinie, eine Neuformulierung oder die Erfüllung spezifischer Leistungsanforderungen –, stellt Ihnen das technische Team von Kolortek gerne Mustersätze und Beratung zur Formulierung des gesamten Sortiments zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns untercontact@kolortek.comum die Details Ihres Projekts zu besprechen.

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