

KT-201 Satin Gold Glimmerpigment – entspricht Iriodin 201, feine Partikel
KT-201 ist ein Interferenzpigment mit feinen Partikeln auf Basis von natürlichem Glimmer mit einer TiO₂ + SnO₂-Beschichtung. Die Partikelgröße liegt im Bereich von 5–25 μm, wodurch es sich eindeutig der Kategorie der seidenmatten Pigmente zuordnen lässt – mit einem glatten, seidigen optischen Charakter, ohne Glitzer. Der Farbmechanismus beruht auf optischer Interferenz: Die Dicke der TiO₂-Schicht ist so eingestellt, dass Licht mit einer bestimmten Wellenlänge im Goldbereich selektiv verstärkt und gleichzeitig die Komplementärfarben unterdrückt werden. Das Ergebnis ist ein weiches, winkelabhängiges Gold, dessen Farbwirkung je nach Betrachtungswinkel und Substratfarbe variiert.Diese Sorte ist strukturell direkt äquivalent zu Iriodin 201 Satin Gold – gleiches Glimmersubstrat, gleiche Beschichtungschemie (TiO₂ + SnO₂), gleiches Partikelgrößenfenster. Für Formulierer, die eine sofort einsetzbare Lösung benötigen. Alternative zu Merck-Glimmerpigmenten Ohne eine Neuformulierung aufgrund einer anderen Partikelgrößenverteilung oder eines anderen Brechungsindexprofils ist KT-201 der unkomplizierte Ersatz.
Artikelnummer :
KT-201Farbeffekt :
Satin GoldPartikelgröße :
5-25μmZusammensetzung :
Mica, Titanium Dioxide, Tin OxideMarke :
Kolortek / OEMMindestbestellmenge :
25KGAnwendung :
Paints & coatings, Printing inks (fine grades), Plastics, Cosmetics, Soap, Nail products, Craft materials, etc.Die KT-200-Serie basiert auf demselben natürlichen Glimmer wie die silberweiße KT-100-Serie, besitzt jedoch eine dickere Titandioxidschicht. Diese zusätzliche Schichtdicke bewirkt, dass die Pigmente nicht mehr neutral silberweiß, sondern selektiv interferierend wirken – jede Stufe ist auf einen bestimmten Farbbereich abgestimmt. KT-201 zielt auf den Goldbereich ab. Einen umfassenderen Überblick über die Interferenzpigmente bietet die folgende Tabelle:
| Kolortek-Code | Produktname | Partikelgröße | Iriodin-Äquivalent |
|---|---|---|---|
| KT-201 | Satin Gold | 5–25 μm | Iriodin 201 |
| KT-221 | Satinblau | 5–25 μm | Iriodin 221 |
| KT-231 | Satingrün | 5–25 μm | Iriodin 231 |
| KT-205 | Goldperle | 10–60 μm | Iriodin 205 |
| KT-215 | Rote Perle | 10–60 μm | Iriodin 215 |
| KT-219 | Violette Perle | 10–60 μm | Iriodin 219 |
| KT-225 | Blaue Perle | 10–60 μm | Iriodin 225 |
| KT-235 | Grüne Perle | 10–60 μm | Iriodin 235 |
| KT-249 | Blitzgold | 10–100 μm | Iriodin 249 |
| KT-259 | Blinkt rot | 10–100 μm | Iriodin 259 |

Die 7000er-Subserie (KT-7211 bis KT-7275) erweitert das Interferenzspektrum um schimmernde, funkelnde und superglitzernde Partikel. Diese unterscheiden sich optisch von KT-201 – sie sind gröber, reflektierender und daher weniger geeignet für feine Drucke oder kosmetische Anwendungen, bei denen eine glatte Oberfläche wichtig ist.
Die Partikelgröße von 5–25 μm macht KT-201 für ein breiteres Anwendungsspektrum geeignet als gröbere Interferenzkorngrößen. Es ist fein genug für Tief- und Flexodruck und gleichzeitig glatt genug für Kosmetikprodukte wie Lidschatten, Highlighter und Nagellacke, bei denen die Textur auf der Haut oder bei haptischer Prüfung wichtig ist. Darüber hinaus findet es Anwendung in dekorativen Beschichtungen, im Bastelbereich und in Seifen.
In der Praxis ist bei Offset- oder hochauflösenden Tiefdruckaufträgen, bei denen Goldinterferenzen mit minimaler Fleckenbildung erforderlich sind, der feine Schliff von KT-201 den Körnungen 10–60 μm vorzuziehen. Der Nachteil ist eine geringere Glanzintensität – man erhält ein seidenmattes Finish, keinen Glanz.
Interferenzpigmente wie KT-201 reagieren substratabhängig, im Gegensatz zu Absorptionspigmenten. Der Goldeffekt entsteht durch selektive Lichtverstärkung: Im Reflexionswinkel erscheint Gold, während das durchgelassene oder gestreute Licht den komplementären Farbton (in diesem Fall Blauviolett) trägt. Auf einem weißen oder neutralen Untergrund ergibt sich so ein reines Gold. Auf einem dunklen Untergrund kann die Interferenzfarbe tiefer und intensiver werden. Auf einem blauen oder violetten Untergrund hebt sich der Effekt tendenziell auf, was zu einem matten oder trüben Ergebnis führt.
Dies ist kein Fehler – es ist ein wesentlicher Bestandteil der Funktionsweise von Interferenz. Es handelt sich jedoch um eine Formulierungsvariable, die gezielt kontrolliert werden muss. Die Farbphase des Basismaterials an den Interferenzfarbton anzupassen, anstatt ihn zu kontrastieren, ist der richtige Ansatz.
Wichtig zu beachten: Auch die Opazität der Matrix spielt eine Rolle. In stark opaken oder gefüllten Systemen wird der Interferenz-Effekt teilweise unterdrückt, da sich die Pigmentplättchen nicht richtig ausrichten können und der Anteil des durchgelassenen Lichts absorbiert wird, bevor er zum visuellen Effekt beiträgt. Systeme mit niedrigerer Viskosität und höherer Transparenz liefern im Allgemeinen klarere Interferenz-Ergebnisse.
KT-201 dispergiert sich problemlos in den meisten gängigen Trägersystemen – lösemittelbasiert, wasserbasiert und UV-härtend. Dank der feinen Partikelgröße benetzt es sich schnell, jedoch ist die Scherempfindlichkeit weiterhin zu berücksichtigen. Starke Scherkräfte zerstören die Plättchenstruktur, was die optische Leistung direkt beeinträchtigt. Die Standardmethode ist die Einarbeitung unter schwachen Scherkräften oder die nachträgliche Zugabe.
Für kosmetische Anwendungen folgt das Trockenmischen zu gepressten Pulvern oder die Einarbeitung in wasserfreie Systeme dem gleichen Prinzip der geringen Scherung. Bei Nagellacken kann die Sedimentation bei feinen Partikelgrößen problematisch sein – Rheologiemodifikatoren sind daher üblicherweise erforderlich, um die Suspension aufrechtzuerhalten, ohne das Erscheinungsbild des fertigen Films zu beeinträchtigen.
Die Interferenzreihe von Kolortek wurde entwickelt, um technisch vergleichbare Ergebnisse zu liefern.Iriodin-Effekt-ÄquivalenteKT-201 entspricht der gesamten Iriodin 200-Serie hinsichtlich Substrat (natürlicher Glimmer), Beschichtung (TiO₂ + SnO₂) und Partikelgröße (5–25 μm). Für die meisten Beschichtungs-, Druck- und Kosmetikanwendungen ist bei einer Substitution keine Anpassung der Rezeptur erforderlich.
Allerdings können die Partikelgrößenverteilung und die Details der Oberflächenbehandlung von Charge zu Charge je nach Hersteller variieren. Wenn Ihre Anwendung enge Toleranzen hinsichtlich Farbsättigung oder Glanzwinkel erfordert, ist ein Vergleichstest vor der vollständigen Produktionsumstellung ratsam.

F: Kann KT-201 in kosmetischen Formulierungen direkt anstelle von Iriodin 201 verwendet werden?
A: Zusammensetzungsmäßig ja – gleiches Glimmersubstrat, TiO₂- und SnO₂-Beschichtung sowie Partikelgröße von 5–25 μm. Für kosmetische Anwendungen sollten Sie die Eignung dennoch anhand Ihrer internen Farbnormen und aller regionalen regulatorischen Anforderungen für die jeweilige Anwendung überprüfen. Die Pigmentchemie ist zwar identisch, die Freigabe für kosmetische Zwecke umfasst jedoch mehr als nur die chemische Zusammensetzung.
F: Warum wirkt der Goldeffekt in meiner Formulierung schwach oder matt?
A: Am häufigsten liegt es an einem Farbkonflikt des Substrats. Enthält Ihr Basismaterial blaue oder violette Pigmente, absorbiert es die Interferenzfarbe und unterdrückt das Gold. Eine weitere wahrscheinliche Ursache ist übermäßige Scherung während der Dispersion, wodurch die Plättchengröße abnimmt und die Gleichmäßigkeit der optischen Schicht beeinträchtigt wird. Prüfen Sie beides, bevor Sie die Beladungsmenge anpassen.
F: Worin besteht der Unterschied zwischen KT-201 (Satin Gold) und KT-205 (Gold Pearl) bzw. KT-249 (Flash Gold)?
A: Der Hauptunterschied liegt in der Partikelgröße. KT-201 (5–25 μm) ergibt eine glatte, seidenmatte Oberfläche mit geringem Glanz und feiner Textur. KT-205 (10–60 μm) erzeugt einen deutlicheren Perlglanz mit moderatem Glanz. KT-249 (10–100 μm) bietet einen starken Glanz und ein blitzartiges Finish. Alle drei sind Goldinterferenz-Qualitäten auf Basis derselben TiO₂ + SnO₂/Glimmer-Chemie. Die Wahl hängt vom gewünschten visuellen Ergebnis und den Anforderungen des Anwendungsprozesses ab.
F: Kann KT-201 als Alternative zu Iriodin in lösemittelbasierten Industrielacken verwendet werden?
A: Ja. Die Glimmer/TiO₂ + SnO₂-Konstruktion ist in den meisten Lösungsmittelsystemen – Aromaten, Estern, Ketonen und Aliphaten – chemisch stabil. Die Kompatibilität mit reaktiven Systemen (Epoxidharz, Polyurethan) ist im Allgemeinen gut, obwohl die Aushärtungschemie gelegentlich die Oberflächenorientierung der Plättchen beeinflussen kann. Führen Sie eine Kompatibilitätsprüfung durch, wenn Sie mit stark vernetzten Systemen bei erhöhten Aushärtungstemperaturen arbeiten.
Wenn Sie KT-201 alsMerck Iriodin Pigments AlternativeFür bestehende Rezepturen oder Neuentwicklungen stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne Muster und technische Datenblätter zur Verfügung. Bei anwendungsspezifischen Fragen oder Anfragen zu größeren Mengen wenden Sie sich bitte direkt an uns.contact@kolortek.com.